Gesundheit

Gesundheits-Mythen: Wir klären Sie über die vier größten Irrtümer bei Cholesterin auf

Große Metaanalysen zeigen: Statine sind tatsächlich sogar sehr sicher - unerwünschte Nebenwirkungen kommen eher selten vor. Bild: AdobeStock / SockaGPhoto

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  • Rund um Cholesterin ranken sich jede Menge Irrtümer und Mythen
  • Viele von ihnen fußen auf einem falschen Verständnis von Cholesterin
  • Wir erklären Ihnen, woher die Mythen kommen und was nicht stimmt

Mehr Infos rund um Cholesterin finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Cholesterin ist immer schlecht, Eier sind ungesund und Statine sind gesundheitsgefährdend: Wer sich nicht richtig informiert, könnte glatt einem dieser Irrtümer aufsitzen. Dabei ist der Cholesterinspiegel ein relativ einfach zu steuernder Wert - wenn man weiß, wie. Wir erklären Ihnen, was wirklich hinter den größten Cholesterin-Mythen steckt.

1. Cholesterin ist immer ungesund

Stimmt keineswegs - unser Körper benötigt sogar das Fett (Lipid) Cholesterin für die Bildung von Zellmembranen. Dabei wird es laut der Deutschen Herzstiftung zu 80 Prozent vom Körper selbst gebildet, nur der deutlich kleinere Teil wird über die Ernährung aufgenommen. Problematisch wird das Cholesterin erst, wenn zu viel LDL-Cholesterin - also das "schlechte" Cholesterin - die Gefäße schädigt. Das wiederum erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

2. Statine sind schlimmer als ein hoher Cholesterinspiegel

Ist natürlich Unsinn: Statine sind eines der einfachsten Mittel, um bei hohen LDL-Werten und einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko gegenzusteuern. Zudem sind Statine äußerst gut erforscht - so hat etwa eine im wissenschaftlichen Journal "The Lancet" veröffentlichte Meta-Analyse ergeben, dass die Warnungen vor den Risiken von Statinen meist deutlich übertrieben sind und nicht mit dem aktuellen Stand der Forschung hinsichtlich der Nebenwirkungen Schritt halten. Von den zahlreichen in Beipackzetteln genannten Nebenwirkungen von Statinen lassen sich demnach eigentlich nur wenige tatsächlich auf Statine zurückführen - und alle von ihnen treten grundsätzlich eher selten auf.

3. Eier sind ungesund für den Cholesterinspiegel

Nicht vollkommen falsch, aber etwas zu stark vereinfacht. Der Körper regelt vieles rund um den Cholesterinspiegel selbst - wie gut er das macht, hängt vor allem von der genetischen Veranlagung ab. Ernährung ist ein wichtiger Hebel, wenn es um den Cholesterinspiegel geht, doch bestimmt bei weitem noch nicht alles.

4. Einteilung in "gutes" und "schlechtes" Cholesterin

Auch wenn wir es schon das "schlechte" Cholesterin genannt haben: Tatsächlich verhält es sich mit der Einteilung in "gut" und "schlecht" bei LDL und HDL gar nicht mal so einfach. Für LDL ist die Lage recht eindeutig - das Partikel hat die Funktion, Cholesterin im Blut zu transportieren und in die Gefäße zu bringen. Da kann es allerdings zur Gefäßverkalkung kommen. Bei HDL, das das überflüssige Cholesterin wieder einsammeln und abtransportieren soll, ist es nicht ganz so simpel. Zwar galten hohe HDL-Werte lange als gesund, doch heute ist klar, dass sie nicht immer gesund sind. Neuere Studien weisen sogar darauf hin, dass zu hohe HDL-Werte langfristig sogar ein echtes Gesundheitsrisiko darstellen und das Sterblichkeitsrisiko erhöhen können.

Dieser Artikel wurde nach umfassender Recherche erstellt und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Im Notfall sollten Sie immer einen Mediziner oder den Rettungsdienst um Hilfe bitten.

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