Gesundheit

Lieber mehr Freizeit: Längere Arbeitszeiten können zu Übergewicht führen, sagen Forscher

Zu viel Arbeit könnte laut einer neuen Studie dazu führen, dass wir zunehmen. Bild: picture alliance/dpa | Jan Woitas

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  • Zu viel Arbeit kann möglicherweise das Risiko für Übergewicht steigern
  • Lange Arbeitszeiten hängen laut Forschern mit hohem Körpergewicht zusammen
  • Schlechte Arbeitsbedingungen können zudem auch zu psychischen Problemen führen

Mehr Infos rund um das Thema Übergewicht finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Von wegen dick und faul: Einer aktuellen Studie zufolge trifft Übergewicht vor allem Menschen, die besonders viel arbeiten. Demnach sollen Länder mit kürzeren Arbeitszeiten im Schnitt eher niedrigere Adipositasraten haben als solche mit längeren. Wie die Arbeit das Körpergewicht beeinflussen kann, erfahren Sie hier.

So wirkt sich zu viel Arbeit auf das Gewicht aus

Die Forscher der University of Queensland werteten für ihre Analyse Daten aus 33 OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) aus den Jahren 1990 bis 2022 aus. Dabei berücksichtigten die Wissenschaftler neben den Arbeitszeiten auch Einkommen, Urbanisierung und Ernährungsdaten. Das Ergebnis zeigte: Es liegt tatsächlich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Übergewicht vor.

Demnach zeigte eine Verringerung der jährlichen Arbeitszeit um ein Prozent bereits eine um 0,16 Prozent niedrigere Adipositasrate. Der Effekte zeigte sich bei Männern besonders deutlich. Die Forscher betonen dabei allerdings, dass die Studie bislang nur Zusammenhänge aufzeigen konnte, jedoch keine Ursachen-Wirkung-Beziehung. Auch wenn es naheliegt, lässt sich daher nicht direkt ableiten, dass weniger Arbeit auch zu Gewichtsverlust führt.

Warum könnte Arbeit tatsächlich dick machen?

Warum die Aussage allerdings naheliegt: Wer viel arbeitet, hat weniger Zeit, um Sport zu treiben, Spaziergänge zu machen oder frisch zu kochen und greift häufiger zu Fertigprodukten. Weiterhin begünstigt Stress langfristig die Fetteinlagerung, wodurch die Gewichtzunahme gefördert wird. Wer auf seinen Körper achten möchte, muss schließlich auch die Rahmenbedingungen dafür haben - wer zu viel arbeitet, hat keine Zeit mehr, um auf sich selbst zu achten.

Arbeit bringt auch psychische Risiken mit sich

Das zeigt sich auch bei anderen gesundheitlichen Aspekten: Wie eine Studie der International Labour Organization (ILO) zeigt, kann die Arbeitszeit und -weise auch großflächig Auswirkungen wie steigende Herz-Kreislauf-Erkrankungsraten und psychische Erkrankungen haben. Gleichzeitig schätzt die ILO, dass rund 35 Prozent aller Arbeiter weltweit mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Die Untersuchungen zeigen, wie groß der Einfluss der Arbeitsbedingungen auf die physische und psychische Gesundheit sein kann.

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/ife/news.de

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