Zusammenhang mit Krankheiten: Was Ihre Augenfarbe über Erkrankungsrisiken verrät
Die Augenfarbe gibt Aufschluss über die Risiken für verschiedene Erkrankungen. Bild: AdobeStock / Herr Hesse
Erstellt von Felix Schneider
19.05.2026 15.36
- Wie Augenfarben entstehen und warum ihre Vererbung komplexer ist als lange angenommen
- Augenfarbe spielt eine Rolle bei Lichtempfindlichkeit und Gesundheitsrisiken
- Bestimmte Schutzmaßnahmen können helfen, die Augen gesund zu halten
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Oft ist das erste, was uns auffällt, die Augenfarbe unseres Gegenübers - nicht ohne Grund machen wir anderen dafür oft Komplimente. Doch wussten Sie schon, dass hinter der Augenfarbe mehr als nur Ästhetik steckt? Tatsächlich können die Pigmente in der Iris Einfluss auf die Gesundheit haben. Sie zeigen, für welche Erkrankungen wir anfälliger oder vor welchen wir geschützter sind als andere Menschen.
Wie entsteht die Augenfarbe?
Die Farbe unserer Iris wird vor allem durch die Gene unserer Eltern bestimmt. Diese geben vor, wie stark die Produktion des Pigments Melanin in ihr ausfällt. Während braune Augen besonders viel Melanin besitzen, enthalten blaue Augen nur wenig davon. Ähnlich wie beim Himmel entsteht die Farbe vor allem durch die Lichtstreuung, ist also ein optischer Effekt. Grüne Augen liegen etwa dazwischen.
Lange galt, dass braune Augen dominanter in den Genen verankert sind als blaue - doch neuere Studien zeigen, dass viele Gene daran beteiligt sind. Daher können Babys in einigen Fällen auch braune Augen haben, wenn beide Eltern blaue Augen haben. Oft ist die Farbe bei Kinderaugen auch nur zu Beginn hell und beginnt, mit den Jahren und zunehmender Pigmentproduktion, abzudunkeln. Selten kommt es auch zur sogenannten Heterochromie, wobei unterschiedliche Augenfarben entstehen. Das kann genetisch, aber auch durch Verletzungen oder Erkrankungen bedingt sein.
Diese Augenfarben sind anfälliger für Erkrankungen
Die Augenfarbe bestimmt unter anderem, wie widerstandsfähig das Auge gegenüber Sonnenlicht ist:
- Eine braune Iris wirkt dank des vielen Melanins wie ein natürlicher UV-Filter, weswegen diese Augenfarbe besonders gut gegen die Sonne geschützt ist.
- Blaue und graue Augen haben aufgrund des geringeren Melaningehalts in der Iris weniger Schutz vor der UV-Strahlung.
- Grüne Augen liegen im Mittelfeld und sind etwas besser als blaue, aber nicht so gut wie braune geschützt.
Zudem sind Menschen mit blauen Augen oftmals auch lichtempfindlicher. Das bedeutet, dass grelles Licht sie schneller reizt als braune Augen - letztere werden allerdings schneller geblendet bei starker Helligkeit als blaue Augen. Auch haben braune Augen Untersuchungen zufolge ein erhöhtes Risiko für Katarakte. Hellere Augen wiederum sind aufgrund ihres schlechteren Schutzes vor UV-Strahlung eher anfällig für okuläre Melanome.
Mithilfe bestimmter Maßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Ihre Sehkraft Ihnen so lange wie möglich erhalten bleibt. Insbesondere Menschen mit helleren Augen sollten im Alltag aufpassen:
- UV-Schutz: Eine Sonnenbrille kann viel bewirken - achten Sie hierbei allerdings auf zertifizierten UV-Schutz.
- Ernährung: Der Speiseplan sollte möglichst viel antioxidantienreiche Kost enthalten, um die Augen zu unterstützen.
- Vorsorge: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen können helfen, Risiken bereits früh zu erkennen.
- Alltag: Achten Sie, während Sie im Freien sind, darauf, Ihre Augen nicht zu stark mit Sonnenlicht zu belasten - Hüte, Gläser und andere Schutzmaßnahmen können helfen. Auch regelmäßige Pausen im Schatten sind wichtig.
Und natürlich gilt auch: Schauen Sie niemals direkt in die Sonne. Besonders Träger von Brillen ohne zertifizierten UV-Schutz müssen aufpassen. Durch die Gläser kann das Licht sogar noch verstärkt werden. Im schlimmsten Fall drohen bleibende Netzhautschäden.
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