Gesundheit

Als Veganer: Aus diesen Gründen würde ich auch Fleischessern Tofu empfehlen

Tofu ist der perfekte Protein-Lieferant für Veganer - aber auch Fleischesser können von ihm profitieren. Bild: AdobeStock / yuliiaholovchenko

  • Artikel teilen:
  • Tofu wird seit mehr als 2.000 Jahren hergestellt und gegessen
  • Auch Fleischesser können von seinen gesunden Vorteilen profitieren
  • Für Sportler wichtig: Das Sojaprodukt enthält jede Menge Proteine

Am Ende dieses Beitrags finden Sie mehr Infos rund um Ernährung.

Tofu ist langweilig und schmeckt nach nichts? Von wegen – wer das behauptet, hat vielleicht einfach noch nie wirklich guten Tofu gekostet. Tofu ist nicht nur äußerst vielseitig einsetzbar (und das nicht nur in der asiatischen Küche!), sondern auch noch äußerst gesund. Welche Vorteile Tofu mit sich bringt und warum ich sogar Fleischliebhabern anraten würde, ihn häufiger in den Speiseplan aufzunehmen.

Tofu: Seine Erfolgsgeschichte ist über 2.000 Jahre alt

Um fair zu sein: Auch ich habe meine Scheu vor Tofu erst beiseitegelegt, seit ich vegan lebe. Mittlerweile gehört Tofu allerdings zu meinen absoluten Grundnahrungsprodukten und das nicht nur, weil er so gut schmeckt. Aber dazu später mehr. Zunächst einmal: Was ist Tofu überhaupt? Viele ekeln sich vor Tofu oder erklären, dass bei der Herstellung viel "Chemie" benötigt wird. Das Grundprinzip der Herstellung ist dabei eigentlich sogar der Käseproduktion ähnlich und geschieht in drei Schritten:

  • Getrocknete Sojabohnen werden für 4 bis 12 Stunden in Wasser eingeweicht und zu einem Brei püriert.
  • Danach wird der Sojabrei für einige Minuten bei 100 Grad gekocht, was den typischen "Bohnengeschmack" mildert. Anschließend wird die Flüssigkeit – die Sojamilch – von der festen Masse getrennt.
  • Die Sojamilch wird mit einem Gerinnungsmittel wie Calciumsulfat versetzt, wodurch das Protein ausflockt und sich von der Molke trennt.
  • Die ausgeflockte Masse wird in Formen gegeben und zu Tofublöcken gepresst.

Der Prozess ist im Prinzip genau so natürlich gehalten wie noch vor 2.000 Jahren. Seitdem sind die Sojablöcke um die ganze Welt gewandert – und werden immer beliebter. Prognosen zeigen, dass sich der Absatz von Tofu in Großbritannien bis 2030 etwa verdoppeln soll.

Viele wissen nicht, wie man Tofu richtig zubereitet

Im Gegensatz dazu, was viele von Tofu denken, kommt er nicht nur in Blockform. Jede Art von Tofu hat ihre eigenen Einsatzmöglichkeiten. Fester Tofu – also die herkömmliche Sorte in Blockform – behält seine Form auch beim Braten oder Grillen, weshalb er sich gut als Fleischersatz eignet, wenn man ihn richtig mariniert. Kleiner Tipp: Vorher den Tofu ausdrücken oder auskochen, um ihn zu entwässern. Weicherer Tofu hingegen lässt sich gut für Suppen oder Soßen verwenden.

Und dann gibt es noch Seidentofu: Dieser ist weich und cremig, ähnlich wie Joghurt, und lässt sich in Suppen, Smoothies oder in Desserts verwenden. Mein persönlicher Geheimtipp: Käsekuchen mit Seidentofu.

Kurzum: Wer behauptet, Tofu würde nicht schmecken, bereitet ihn vielleicht nicht richtig zu. Die richtigen Handgriffe machen Tofu allerdings zur perfekten Ergänzung für den Speiseplan.

Zu viel Fleisch kann krank machen

Und warum lohnt sich Tofu auch für Fleischesser? Schließlich kann man auch in den Genuss eines echten Steaks kommen. Für den Tofu sprechen mehrere Vorteile: Zum einen geht es auch um Vielfalt – wer ständig Fleisch auf dem Speiseplan hat, riskiert langfristig unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein erhöhtes Krebsrisiko.

Gleichzeitig liefert Tofu jede Menge Proteine – pro 100 Gramm enthält das Sojaprodukt zwischen 12 und 19 Gramm Eiweiß bei 9 Gramm Fett. Das macht Tofu auch für Sportler und Fitness-Fans interessant, die sich nicht nur von Linsen, Bohnen, Hühnchen und Reis ernähren wollen. Zudem bestehen die Fette größtenteils aus ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken können. Weiterhin ist Tofu reich an Mangan, Kupfer und Selen, stärkt die Knochen und kann dank seiner guten Balance an Nährstoffen helfen, Gewicht leichter zu halten oder zu verlieren.

Mehr Infos zu ähnlichen Themen rund um Ernährung finden Sie hier:

/bua/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.