Im Alltag einsetzbar: Diese Küchentricks beim Kochen lassen Sie langsamer altern
Gewisse Zubereitungsmethoden können helfen, den Körper zu schonen. Bild: AdobeStock / Drobot Dean
Von news.de-Redakteur Felix Schneider
30.04.2026 11.39
- Ob wir gesund ein hohes Alter erreichen können, ist von der Ernährung abhängig
- Dabei ist neben den Lebensmitteln selbst auch die Art der Zubereitung wichtig
- Bestimmte Zubereitungsmethoden können den Körper vor Zellschäden schützen
Mehr Tipps und Infos zum Thema Ernährung finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Die Bedeutung der Ernährung für ein gesundes, hohes Alter wird nur allzu häufig unterschätzt. Abgesehen davon, was wir essen, sollten wir auch mehr darauf achten, wie wir unsere täglichen Mahlzeiten zubereiten. Denn: Ob wir unser Steak lieber "medium" oder "well done" essen, kann Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wir zeigen Ihnen die besten Küchentipps für eine gesunde Ernährung.
Tipp Nr. 1: Kochen Sie Ihre Gerichte langsamer
Viele Gerichte müssen bei hohen Temperaturen im Ofen oder in der Pfanne gebraten werden. Dabei entstehen aus Proteinen, Fetten und Zucker allerdings giftige Stoffe - sogenannte AGEs(Advanced Glycation End Products). Diese können nachweislich die Zellalterung durch Entzündungen und DNA-Schäden fördern.
Wer die Bildung solcher Giftstoffe vermeiden möchte, kann zwei simple Maßnahmen ergreifen: Mehr Wasser hinzufügen oder die Gerichte auf niedrigerer Stufe langsam garen. Am besten eignen sich Suppen, Eintöpfe oder Slow-Cooking-Gerichte.
Tipp Nr. 2: Marinieren kann Schadstoffgehalt verringern
Kommt Fleisch doch bei höherer Stufe in die Pfanne oder direkt auf den Grill, können Sie mit einem simplen Trick die Bildung von AGEs verhindern: Studien zeigen, dass das Marinieren - beispielsweise von Fleisch für den Grill - mit Zitronensaft, Olivenöl und antioxidantienreichen Kräutern und Gewürzen wie Rosmarin, Thymian, Kreuzkümmel oder Nelken die nach dem Braten enthaltene Menge an AGEs deutlich reduzieren kann. Die Marinade wirkt dabei als Schutzmantel gegen die chemische Reaktion, die AGEs produziert. Positiver Nebeneffekt: Die Marinade schmeckt auch noch gut.
Tipp Nr. 3: Belastung für die Nieren reduzieren
Die Nieren gehören zu den wichtigsten Organen des Menschen: Siefiltern das Blut, scheiden Abfallstoffe aus, regulieren den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt und halten den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht. Werden sie übermäßig belastet, kann das dazu führen, dass sie ihre Funktion mit steigendem Alter schneller einstellen.
Besonders die Funktion der Regulation des Säurehaushalts ist nicht zu unterschätzen. Die Säurebelastung steigt unter anderem durch Eiweiß, Salz und Phosphorsäure - diese stecken oft in hochverarbeiteten Lebensmitteln und werden im Körper zu sauren Stoffen abgebaut. Wer seine Nieren schonen will, sollte daher zu Kräutern und Gewürzen wie Petersilie, Ingwer oder Chili greifen. Diese enthalten Mineralstoffe, welche nachweislich den Säuregehalt neutralisieren können und so die Nieren schonen.
Tipp Nr. 4: Gemüse schonend kochen und Vitamine erhalten
Bei Gemüse zählt nicht nur, dass sich keine Giftstoffe ansammeln, sondern auch, dass beim Kochen möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Beim Kochen in Wasser gehen viele dieser Vitamine verloren - so etwa das besonders hitzeempfindliche Vitamin C. Dämpfen hingegen schont das Gemüse und erhält die Vitamine. Auch das Aroma bleibt meist besser erhalten - beim Kochen überträgt es sich schnell ins Wasser, was zwar für Suppen oder Soßen wünschenswert sein kann, in der Regel aber mit einem Geschmacksverlust im Gemüse selbst einhergeht.
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