Gesundheit

Gegen Magnesiummangel: Darauf müssen Sie beim Kauf von Magnesiumpräparaten achten

Entscheidend für die Bioverfügbarkeit ist die Form, in der das Magnesium vorliegt. Bild: AdobeStock / doucefleur

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  • Magnesiummangel äußert sich durch viele verschiedene Symptome
  • Das Mineral ist wichtig für Knochen, Muskeln und Herzfunktion
  • Bei Präparaten müssen Verbraucher genau auf die Inhaltsstoffe achten

Mehr zu Ernährung, Vitaminen und Mineralien finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Magnesium ist ein überlebenswichtiges Mineral, das der Körper nicht selbst bilden kann - daher sind wir darauf angewiesen, es über die Ernährung aufzunehmen. Scheitert dies, kommt es zu einem Magnesiummangel - mit unangenehmen Symptomen. Glücklicherweise können Präparate Abhilfe schaffen. Hier gilt jedoch: Augen auf beim Kauf. Wir erklären, was Sie beim Kauf von Magnesium-Präparaten berücksichtigen müssen.

Daran können Sie einen Magnesiummangel erkennen

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) brauchen erwachsene Frauen im Schnitt etwa 300 mg Magnesium pro Tag, Männer sogar 350. Je nach Anteil der Muskelmasse, sportlicher Betätigung und während Schwangerschaften kann diese Menge allerdings variieren - in der Stillzeit werden beispielsweise sogar 390 mg Magnesium benötigt. In der Regel kann diese Tagesdosis relativ leicht über die Ernährung abgedeckt werden.

Magnesium ist an hunderten von verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt. Besonders wichtig ist es beispielsweise für den Energiestoffwechsel, die Muskelfunktion, die Reizweiterleitung zwischen Nerven und Muskeln sowie für die Synthese von DNA und Proteinen. Fehlt es, kann es eine Reihe an unterschiedlichen körperlichen und psychischen Symptomen auslösen:

  • Muskelzuckungen und -krämpfe
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Herzrhythmusstörungen / Herzrasen
  • Kribbeln auf der Haut
  • taube Hände und / oder Füße
  • Verdauungsprobleme (Verstopfung, Durchfall, Erbrechen)
  • Konzentrationsstörungen
  • depressive Zustände, mentale Erschöpfung
  • innere Unruhe und Reizbarkeit

Tipp Nr. 1: Achten Sie auf die Form des Magnesiums

Für Verbraucher sind bei der Wahl des richtigen Präparats mehrere Faktoren entscheidend. An erster Stelle steht die Form des Magnesiums im jeweiligen Nahrungsergänzungsmittel: Gut verfügbar sind unter anderem Magnesiumcitrat, Magnesiumbisglycinat sowie Magnesium malat. Etwas günstiger als diese ist Magnesiumoxid - dieses wird in billigen Ergänzungsmitteln oft eingesetzt, wird vom Körper allerdings auch schlechter aufgenommen. Zudem kann es in Einzelfällen abführend wirken.

Tipp Nr. 2: Auch das Kleingedruckte lesen

Wie auch bei Lebensmitteln setzen Hersteller auch bei Präparaten auf Marketing-Tricks, um zu sparen. Das hat zur Folge, dass auf den Etiketten vieler Produkte zwar eine große Milligramm-Zahl an Magnesium steht, in echt jedoch weniger vorhanden ist, als angegeben. Die reale Menge an elementarem Magnesium versteckt sich häufig im Kleingedruckten - und ist oftmals deutlich geringer als die Menge an Magnesium-Verbindungen im Präparat. Daher gilt: Genaues Hinschauen vor dem Kauf zahlt sich aus. Auch wichtig: Beachten Sie die Dosis - zu wenig Magnesium kann den Bedarf nicht decken, doch zu viel kann sogar abführend wirken.

Tipp Nr. 3: Auf Zusatzstoffe und Verbindungen prüfen

Achten Sie beim Kauf außerdem auf Zusatzstoffe und Qualität: Zum einen sollten möglichst wenige Füllstoffe enthalten sein, zum anderen sollte die Qualität im Idealfall in einem Labor geprüft worden sein. Hilfsstoffe wie Magnesiumstearat sind zwar in der Regel unproblematisch, sind als Nährstoff jedoch praktisch nutzlos. Andererseits können bestimmte Kombinationen mit mehreren Magnesiumverbindungen sinnvoll sein, wenn diese unterschiedlich schnell aufgenommen werden und verschiedene Wirkungen haben.

Mehr Infos rund um Ernährung, Vitamine und Nährstoffe lesen Sie hier:

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