Was dumm macht: Diese fünf Gewohnheiten schränken die Gehirnleistung ein
Das menschliche Gehirn muss wie ein Muskel trainiert werden - sonst nimmt seine Leistung ab. Bild: AdobeStock / BillionPhotos.com
Erstellt von Felix Schneider
20.03.2026 11.27
- Langfristig leidet das Gehirn unter bestimmten Verhaltensweisen
- Dazu gehören unter anderem Alkoholkonsum und Schlafverhalten
- Auch negative Menschen können unserer kognitiven Leistung schaden
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Aufstehen, Klamotten anziehen, Kaffee trinken, Autoschlüssel greifen und ab zur Arbeit - so gut wie jeder entwickelt solche Routinen, die den Alltag prägen. Einige davon können jedoch langfristig dafür sorgen, dass unser Denkvermögen mit der Zeit messbar abnimmt. Welche Gewohnheiten besonders schädlich sind, verraten wir Ihnen hier.
Sturköpfe lernen nicht mehr dazu
Viele denken, dass Intelligenz eine Eigenschaft sei, mit der man geboren wird. Diese Behauptung trifft allerdings nicht gänzlich zu - und wer an sie glaubt, verschenkt damit einiges an Potenzial. In der Psychologie werden Einstellungen gegenüber Intelligenz in das sogenannte "Fixed Mindset" und das "Growth Mindset" eingeteilt.
Während Menschen mit "Fixed Mindset" davon ausgehen, dass Intelligenz nicht mehr veränderbar ist, versuchen Menschen Menschen mit "Growth Mindset", das Gehirn wie einen Muskel zu trainieren. Wie Untersuchungen belegen, konnten Schüler mit letzterem ihre Noten in Mathematik deutlich verbessern. Im gleichen Zeitraum stagnierten die Leistungen von Schülern mit einem starren Denkmuster.
Wie Schlafmangel dem Gehirn schaden kann
Schlafmangel ist grundsätzlich ungesund - allein schon deswegen, weil er ein mangelhaftes Konzentrationsvermögen zur Folge hat, was wiederum zu Arbeits- und Verkehrsunfällen führt. Doch auch die Reaktionsgeschwindigkeit und das Urteilsvermögen leiden laut Studien. Zudem nimmt das Gedächtnis ebenfalls ab - das vermindert auch die Lernfähigkeit.
Alkoholschäden bleiben auch nach dem Aufhören
Noch immer wissen viele nicht, dass Alkohol nicht nur kurzfristig Einfluss auf das Gehirn und die Wahrnehmung hat. Wissenschaftler sind sich einig, dass bereits ein moderater aber regelmäßiger Konsum das Gehirn nachhaltig schädigt. Bei starken Trinkern stellte man in einer Untersuchung an fast 1.800 Verstorbenen fest, dass die Wahrscheinlichkeit für Gefäßschäden im Gehirn um 133 Prozent erhöht war.
Auch ehemalige Trinker hatten eine um 89 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit als Menschen, die keinen Alkohol tranken. Zudem kommt es häufiger zu Schäden im Gehirn durch die sogenannten Tau-Fibrillen: Diese werden unter anderem mit Alzheimer in Verbindung gebracht und treten bei Trinkern 41 Prozent häufiger auf - ehemalige waren immer noch zu 31 Prozent häufiger betroffen.
Aufgaben niemals auf die lange Bank schieben
Das menschliche Gehirn liebt klare und strukturierte Abläufe - ohne Struktur kann sich ein Gefühl von Sinnlosigkeit einstellen. Darum arbeiten Menschen, die Aufgaben häufig verschieben, auch ineffizienter - obwohl sie sich gleichzeitig gestresster fühlen. Eine Studie zeigt: Studenten, die ihre Aufgaben nicht regelmäßig und fristgerecht erledigten, sondern Tests und Prüfungen lieber aufschoben, schnitten in Tests zu den sogenannten "exekutiven Funktionen" des Hirns schlechter ab als andere.
Negative Gedanken und Menschen tun unserem Gehirn nicht gut
Wer sich viel mit eher negativ eingestellten Menschen umgibt, könnte damit die eigene Verfassung verschlechtern - das zeigt eine Langzeitstudie aus dem Jahr 2017. Konkret konnten die Forscher belegen, dass sich die Stimmung von Teenagern an die ihrer Freundesgruppe anpasst. Insbesondere negative Gefühle schienen sich rasant unter den Teenies auszubreiten.
Untersuchungen zeigen zudem, dass Depressionen die kognitiven Funktionen einschränken können und zu "Brain Fog" führen. Wer also eher mit glücklichen oder immerhin positiv denkenden Menschen umgibt, der schützt sowohl das eigene Wohlbefinden als auch seine Denkleistung.
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