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Schluss mit teurem Sprit: Bio-Kraftstoff soll Tanken europaweit billiger machen

Der Kraftstoff ist in Deutschland bereits seit 2023 erhältlich - allerdings nur an sehr wenigen Tankstellen. Bild: picture alliance/dpa | Uwe Anspach

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  • EU will neuen Kraftstoff E20 auf den Prüfstand stellen
  • Das Gemisch enthält 20 Prozent Bioethanol
  • Mit dem neuen Sprit könnten Autofahrer deutlich sparen

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Diese Nachricht macht Hoffnung: Berichten zufolge will die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen nun die europaweite Einführung des neuen Kraftstoffs E20 prüfen. Gelingt die Markteinführung, könnte das die Geldbeutel von Millionen von Verbrauchern deutlich entlasten.

Europa-Politiker sind überzeugt von E20

In der Europäischen Volkspartei (EVP) wird die anstehende Überprüfung durch die EU-Kommission als Erfolg angesehen. "Biokraftstoffe sind der Billigmacher beim Sprit", so Klimapolitiker Peter Liese gegenüber "Bild". "Dies passiert sofort und ohne neue Infrastruktur. Das ist ein konkreter Klimaschutzbeitrag, der Millionen von Europäerinnen und Europäern direkt betrifft."

Auch Jens Gieseke, verkehrspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion ist überzeugt vom neuen Kraftstoff. Biokraftstoffe seien unverzichtbare Instrumente, um den Verkehrssektor umweltverträglicher zu machen, ohne Verbrauchern gleichzeitig zu schaden. Größere Hersteller wie BMW, VW und Mercedes haben Motoren für E20 bereits freigegeben - weitere dürften folgen.

Zudem stärkt Bioethanol die heimische Wirtschaft, indem es Wertschöpfung auf dem Land schafft. Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Herstellung in der EU macht die Mitgliedsländer unabhängiger von jenen außenstehenden Wirtschaftspartnern, von denen bislang Öl bezogen wird und sichert die Versorgung gegen weitere geopolitische Krisen ab.

Wieso gilt E20 als so umweltfreundlich?

Als umweltverträglich wird der Kraftstoff deshalb gehandelt, weil er im Vergleich zu herkömmlichem Benzin einen Ethanol-Anteil von 20 Prozent enthält. Ethanol ist ein Alkohol, der meist aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt wird - laut "Auto Zeitung" meist Biomasse aus Zuckerrohr, Mais, Getreide oder Zellulose. In E10 ist er bereits zu 10 Prozent enthalten. Das CO2, das bei der Verbrennung des Ethanols freigesetzt wird, wurde zuvor durch die Pflanzen aus der Atmosphäre aufgenommen. Es setzt somit kein zusätzliches CO2 frei.

Sorgen um höheren Verbrauch und Verschleiß

Dennoch gibt es auch Probleme mit dem Bio-Sprit: Da Ethanol eine geringere Energiedichte hat, ist der Verbrauch etwas höher als bei herkömmlichem Benzin. Bei vergleichbarer Leistung verbrennt er deshalb schneller im Motor. Zudem zeigen Erfahrungen aus Indien, das laut der BBC bereits seit längerem auf den Kraftstoff setzt, dass bestimmte Autoteile durch den Gebrauch von E20 schneller verschleißen. Die konkrete Schwere der Auswirkungen auf Fahrzeuge ist jedoch aktuell noch unklar.

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/fka/news.de

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