Berlin: Was wird aus dem stillgelegten ICC? Senat stellt Pläne vor
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Erstellt von Sarah Knauth
24.06.2026 03.33
Der Berliner Senat stellt heute Pläne zur neuen Nutzung des vor zwölf Jahren stillgelegten ICC vor – der Stahlkoloss am Funkturm war einstmals das größte Kongresszentrum Europas. Das Land will das Gebäude per Erbbaurecht für 99 Jahre an einen Betreiber abgeben. Ausgewählt wurde als federführender Investor nach Informationen der "Berliner Morgenpost" und des "Tagesspiegel" die MIB AG Immobilien und Beteiligungen, die in Leipzig das Kulturquartier Spinnerei betreibt.
Das 1979 eröffnete Gebäude, oft als "Raumschiff City West" tituliert, soll laut Senat nun zu einem "international einzigartigen Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft" werden. Über das ausgewählte Konzept wollen Wirtschaftsministerin Franzska Giffey und Bausenator Christian Gaebler (beide SPD) auf einer Pressekonferenz informieren (12 Uhr).
Seit Jahren war diskutiert worden, was aus dem größten "Lost Place" der Hauptstadt werden soll. Ideen gab über die Jahre viele, vom Kongresshotel bis zum Gewächshaus.
Seit 2019 steht der Stahlriese unter Denkmalschutz. Es gibt auch Sanierungsbedarf, denn in dem wuchtigen Bau von gut 300 Metern Länge, der 80 Säle und Räume mit insgesamt 14.500 Sitzplätzen hat, waren auch Schadstoffe entdeckt worden.
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kns/roj/news.de