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Hannover/Bremen: Insolvenzen bedrohen Jobs - Brauerei versucht Neustart

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Wirtschaft im Krisenmodus - mehr Unternehmen in Insolvenz: Nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform werden im Nordwesten bis zum Ende des ersten Halbjahres mehr Firmen Insolvenz angemeldet haben als im Vorjahreszeitraum. In Niedersachsen sind geschätzt 1.100 Firmen betroffen sein, was einem Plus von 12,2 Prozent entspricht. Die 130 betroffenen Unternehmen in Bremen bedeuten einen Anstieg von 62,5 Prozent im kleinsten Bundesland.

Bremen mit hoher Insolvenzquote

Bundesweit werden 12.900 Unternehmen nach Hochrechnungen bis zum Ende des ersten Halbjahres Insolvenz angemeldet haben. Das wären fast acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Stand seit den ersten sechs Monaten 2013 mit damals 13.310 Fällen, teilte die Auskunftei mit. Nach den Daten wird die Bremer Insolvenzquote - also die Anzahl der Insolvenzen je 10.000 Unternehmen - mit 119 nur knapp von Berlin mit 120 übertroffen.

"Der Pleite-Höhepunkt ist noch nicht erreicht", warnte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. "Diese Entwicklung wird sich erst dann wieder stabilisieren, wenn die Wirtschaft endlich wächst. Nach jetzigem Stand also frühestens 2027." Bundesweit stehen insgesamt 165.000 Jobs infolge der Insolvenzen des ersten Halbjahres hierzulande auf der Kippe und damit mehr als vor Jahresfrist (143.000), wie Creditreform schätzt.

Braunschweiger Traditionsbrauerei will kämpfen

Ein aktuelles Beispiel dafür, dass Insolvenz nicht das Ende für ein Unternehmen bedeuten muss, ist die traditionsreiche Brauerei Wolters in Braunschweig. Sie hat vor wenigen Tagen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht gestellt, mit dem Ziel, den Geschäftsbetrieb grundlegend zu sanieren und sich wirtschaftlich neu aufzustellen.

Der Geschäftsbetrieb werde trotz des Insolvenzantrags "unter zunehmend anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortgeführt", hatte Wolters mitgeteilt. Löhne und Gehälter der gesamten Belegschaft seien aber gesichert.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++ /roj/news.de

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