Erfurt: Tante Enso will 24h-Märkte aus bisherigen Tegut-Läden machen
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Erstellt von Sarah Knauth
11.06.2026 14.39
Die Smart-Store-Kette Tante Enso darf bisherige Tegut-Standorte in Thüringen übernehmen. Das Bundeskartellamt hat den Erwerb freigegeben. Konkret geht es um insgesamt neun Filialen in den Kreisen Sonneberg, Hildburghausen, Schmalkalden-Meiningen, Gotha, dem Ilm-Kreis, dem Wartburgkreis, dem Kreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis. Wie beim Konzept des Bremer Unternehmens üblich, sollen die Filialen als 24-Stunden-Läden betrieben werden, in denen außerhalb regulärer Öffnungszeiten kein Personal anwesend und der Zutritt und Einkauf automatisiert stattfinden kann. Zwei derartige Tante Enso-Filialen gibt es bereits in Thüringen.
Das Unternehmen betreibt die Läden nicht selbst, sondern unterstützt bei der Gründung von Genossenschaften. Das Konzept solle auf Bürgerversammlungen vorgestellt werden. Anschließend müsse eine Mindestanzahl an Menschen zusammenkommen, die Genossenschaftsanteile erwerben, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. "In vielen Standorten haben bereits Gespräche mit den Gemeinden stattgefunden, und wir werden mit offenen Armen empfangen", sagte Geschäftsführer Norbert Hegmann.
Insgesamt plant Tante Enso die Übernahme von 36 Tegut-Standorten, die sich überwiegend in Nordbayern und Hessen befinden. Der bisherige Tegut-Eigentümer Migros hatte im März angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und die Kette verkaufen zu wollen.
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kns/roj/news.de