München: Bayerischer Einzelhandel hat gedämpfte WM-Erwartungen
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Erstellt von Sarah Knauth
11.06.2026 12.42
Der bayerische Einzelhandel hat gedämpfte Erwartungen an die Fußball-Weltmeisterschaft. Nach Einschätzung des Handelsverbands Bayern (HBE) sind die Hoffnungen auf viel Umsatz bei Händlern, Gastronomen und Brauern nicht allzu hoch - es sei denn, Deutschland kommt über das Achtelfinale hinaus.
"Dann werden die Karten neu gemischt", sagte HBE-Sprecher Bernd Ohlmann. Das hätten auch die Sport- und Lebensmittelhändler berichtet. "Dann könnte es schnell losgehen." Zumindest bis dahin erwartet Ohlmann aber keine Umsatzrekorde. "Die Truppe vom Nagelsmann hat bisher keine Begeisterungsstürme ausgelöst", sagte er.
DFB-Leistung bestimmt das Kauf-Barometer
Die Erfahrung von bisherigen Welt- und Europameisterschaften würde zeigen: "Wenn Deutschland gut spielt und weit kommt, dann platzt der Knoten und das merken wir sofort." Das Deutschland-Trikot und Merchandising-Artikel seien dann mehr gefragt.
Ohne eine herausragende Leistung der DFB-Elf prognostizierte Ohlmann einen Umsatz von 300 bis 400 Millionen Euro für den bayerischen Einzelhandel. "Nur zum Vergleich: Bei der Heim-WM 2006 hatten wir nur in Bayern circa 450 Millionen Euro Umsatz." Das alles entscheidende Motiv für ein steigendes Kauf-Barometer sei aber die Leistung der deutschen Mannschaft.
Die späten Anstoßzeiten, dass Public Viewing weniger als bei bisherigen WM's stattfände sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung sind in seinen Augen ein Dämpfer. Ein entscheidendes Thema sei auch die politische Diskussion um das Turnier: "Infantino, Trump, Einreisebeschränkungen, all das legt einen dunklen Schatten über die WM."
WM-Euphorie vs. Arbeitsrecht
Egal, wer welcher Nation die Daumen drückt - die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) mahnt, dass während der WM-Wochen für Arbeitnehmer keine anderen Regeln als üblich gelten. "Beschäftigte müssen ihre Arbeit pünktlich antreten und dürfen den Arbeitsplatz weder ohne Genehmigung verlassen noch Spiele während der Arbeitszeit verfolgen", sagte VBW-Geschäftsführer Bertram Brossardt. "Es sei denn, der Arbeitgeber trifft Ausnahmeregelungen."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++ kns/roj/news.de