Wirtschaft

Ökotest im April 2026: Buttergemüse im Check - Tester finden Pestizid-Rückstände

Der Bericht von Ökotest zeigt: Viele der Produkte schneiden gut ab - nur einige fallen durch Pestizide auf. Bild: AdobeStock / Silvia Bogdanski

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  • Ökotest hat 18 verschiedene TK-Buttergemüse-Produkte getestet
  • Viele der Produkte schnitten mit der Bestnote ab - nur wenige fielen durch
  • Minuspunkte gab es, wenn mehr als ein Pestizid im Produkt gefunden wurde

Weitere News zu Ökotest-Tests finden Sie am Ende dieses Beitrags.

TK-Buttergemüse ist nicht nur praktisch, sondern auch noch sehr lecker. Egal ob im Auflauf, in der Reispfanne oder als klassische Beilage: Das Gemüse aus dem Tiefkühlfach ist schnell aufgewärmt und muss weder vorbereitet noch besonders zubereitet werden. Zudem enthält es jede Menge wichtiger Vitamine und Nährstoffe. Die Tester von Ökotest haben nun 18 verschiedene Produkte untersucht – und nur selten Mängel gefunden. Kritisiert wurden vor allem Rückstände mehrerer verschiedener Pestizide in einzelnen Produkten.

Mehrere Produkte erhielten die Bestnote

Tatsächlich konnten viele der Produkte die Tester von Ökotest in vollem Umfang überzeugen - mehrere von ihnen schnitten mit der Bestnote ab. Sämtliche der getesteten Mischungen enthielten Karotten, Erbsen, Blumenkohl und Mais. Daneben enthielten sie auch Zutaten wie Butter, Stärke, Salz, teils Gewürze oder Kräuter und in jedem zweiten Produkt sogar Zucker. Anders als normales Tiefkühlgemüse zählt Buttergemüse laut Lebensmittelrecht zu den "Teilfertiggerichten". Daher ist es den Herstellern auch erlaubt, Geschmacksverstärker oder Aromen beizufügen. Daher haben die Tester auch genau die Salz- und Fettgehalte der Mischungen sowie die Buttermengen überprüft. Auch wurde auf Verunreinigungen mit Keimen sowie Schadstoffen getestet.

Fortpflanzungsgefährdendes Pestizid enthalten

Besonders negativ fielen den Testern jene Mischungen auf, bei denen im Labor Pestizidspuren nachgewiesen werden konnten. Laut Ökotest seien diese zwar nicht akut gefährlich für Verbraucher, doch bei Wechselwirkungen von zwei oder mehreren Pestiziden seien die gesundheitlichen Folgen derzeit noch unklar. Daher haben die Tester bei den betroffenen Mischungen direkt eine Note abgezogen.

Bei einem der gefundenen Pestizide handelte es sich um ein Abbauprodukt des Insektizids Flonicamid. Sowohl Ökotest als auch deutsche Behörden kritisieren den Einsatz des Insektizids, da es sich in der Umwelt zu Trifluoressigsäure (TFA) abbauen kann. Dieses gilt als sogenannte "Ewigkeitschemikalie" und baut sich nur extrem langsam ab. Zudem bewertet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Chemikalie als fortpflanzungsgefährdend bei Menschen.

Welche Produkte wurden getestet - und woher stammt das Gemüse?

Das Gemüse für die Mischungen kommt teils aus unterschiedlichen Regionen überall in Europa: In einer Mischung stammten die Karotten aus Österreich, die Erbse aus Ungarn, der Blumenkohl aus Spanien und der Mais aus der Ukraine. Hat das Auswirkungen auf die Nährstoffe? Grundsätzlich nicht, so Ökotest. Auf Anfrage der Tester erklärte der Hersteller, dass das Gemüse bereits im Herkunftsland eingefroren und erst anschließend importiert werde. Ein Großteil der Nährstoffe bleibe somit erhalten.

Getestet wurden insgesamt 18 verschiedene Produkte aus Supermärkten und Discountern. Darunter beispielsweise:

  • Aldi Nord/Aldi Süd (Copack), All Seasons Buttergemüse. Preis pro 300 Gramm 1,09 Euro.
  • Alnatura, Alnatura Buttergemüse. Preis pro 300 Gramm 1,99 Euro.
  • Kaufland (Copack), K-Classic Buttergemüse. Preis pro 300 Gramm 1,09 Euro.
  • Rewe (Ardo), Ja! Buttergemüse. Preis pro 300 Gramm 1,09 Euro.

Mehr Infos zu weiteren Tests von Ökotest lesen Sie hier:

/bua/news.de

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