Wirtschaft

ÖPNV-Streik aktuell: Verdi kündigt neue Streiks fürs Wochenende an 

In Hessen soll es am Dienstag einen weiteren Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Nahverkehr geben. Bild: picture alliance/dpa | Helmut Fricke

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  • Verdi ruft für den 24. Februar 2026 zum Streik im hessischen Nahverkehr auf
  • Gewerkschaft will Druck im Tarifstreit mit Arbeitgebern vor weiteren Verhandlungen erhöhen
  • Aktuelle Entwicklungen im News-Ticker
  • Weitere Streiks angekündigt

Menschen, die in Hessen auf Bus und Bahn angewiesen sind, brauchten am Dienstag erneut starke Nerven. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr für den 24. Februar 2026 zu einem ganztägigen Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Nach dem Streik folgt bereits die nächste Ankündigung.

+++ Update 25.02.: Neue Streiks für kommendes Wochenende angekündigt +++

Die Gewerkschaft Verdi ruft Ende der Woche dieses Mal zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr auf - für Freitag und in vielen Regionen auch für Samstag. Wie die Gewerkschaft mitteilte, sollen die Beschäftigten in fast allen Bundesländern die Arbeit niederlegen. In zahlreichen kommunalen Nahverkehrsunternehmen dürften dadurch an den beiden Tagen so gut wie keine Busse und Bahnen fahren.

Der Streik soll am Freitag in den frühen Morgenstunden beginnen und je nach Region bis in die Nacht auf Samstag oder Sonntag andauern. Vereinzelt wird auch am Donnerstag und Sonntag gestreikt, in Teilen Sachsen-Anhalts ist sogar ein viertägiger Warnstreik von Donnerstag bis einschließlich Sonntag vorgesehen.

Gewerkschaft will mit Streik Druck auf Arbeitgeber in Tarifgesprächen erhöhen

Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, bei tariflich vereinbarten Zulagen massiv sparen zu wollen. "Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten Streik. Damit machen wir deutlich, dass wir entschlossen sind, keine tariflich erprobten Vereinbarungen zu opfern", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel.

Weitere Verhandlungen nach Streik im Nahverkehr geplant

Die Gegenseite sieht das anders: Marion Hebding, Verhandlungsführerin der kommunalen Arbeitgeber, hatte weitere Streiks bereits zuvor als völlig überzogen bezeichnet. Direkt nach dem Warnstreik wollen beide Parteien am Mittwoch wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die "Bei den Verhandlungen am Tag drauf erwarten wir von den Arbeitgebern, dass sie einsichtig sind und von ihren Vorhaben ablassen", so Koppel- Dievorherige Gesprächsrunde war ohne Ergebnis geblieben.

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/news.de/dpa/stg

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