Nürnberg: Bio zunehmend gefragt - Anbaufläche wächst nur verhalten
Aktuelle Nachrichten aus und über Nürnberg hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Wolfgang Cibura
Erstellt von Sarah Knauth
09.02.2026 17.33
Der Appetit auf Bio-Lebensmittel nimmt in Deutschland weiter zu, die Anbaufläche wächst dagegen nur verhalten. "Das ist äußerst bedauerlich", urteilt die Vorsitzende des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Tina Andres, vor der Messe Biofach in Nürnberg. Auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik werden von Dienstag bis Freitag Ausstellende aus zahlreichen Ländern dem Fachpublikum ihre Neuheiten präsentieren.
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln hat in Deutschland im vergangenen Jahr nach Angaben des BÖLW erneut zugelegt. Dieser ist der Spitzenverband für die deutschen Erzeugerbetriebe, verarbeitenden Unternehmen und den Handel von Bio-Lebensmitteln. Genaue Zahlen zum deutschen Biomarkt will der BÖLW am Vormittag des ersten Messetags in Nürnberg vorstellen.
Mehr Bio im Supermarktregal
Diese positive Entwicklung das zweite Jahr in Folge sei sehr ermutigend, sagt Andres. Der Handel stelle inzwischen mehr Bio in die Regale. Es gehe aber noch mehr, betont sie. "Es gibt Produktgruppen - etwa Kaffee oder Schokolade - da könnten die Geschäfte noch mehr in Bio-Qualität anbieten, denn die Nachfrage ist da."
Die steigende Nachfrage führt laut BÖLW aber auch dazu, dass das Angebot aus heimischer Produktion zum Teil knapp wird. Selbst gängige Feldgemüse wie Möhren und Zwiebeln müssen demnach importiert werden, um den Bedarf zu decken. Auch bei Milch, Butter, Fleisch stiegen die Importe.
"Es ist eine verpasste Chance für Deutschland, die Umstellung auf Bio nicht stärker zu fördern", sagt Andres. Die Bio-Lebensmittelwirtschaft schaffe nahezu 400.000 Arbeitsplätze, bringe sichere Lieferketten und Perspektiven für die deutsche Landwirtschaft.
(Hey! Du interessierst Dich für mehr Nachrichten aus Deiner Region? Dann abonnier unseren regelmäßigen Bayern-Newsletter für die Regionen Franken, Oberbayern und Niederbayern, die Oberpfalz oder Schwaben! Zur Anmeldung)
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":
- Währung: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1886 US-Dollar
- Kriminalität: Deutsche Bank räumt Fehler im Umgang mit Epstein ein
- Facebook-Konzern: KI bei Whatsapp – EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen
- Bahnstreik News 2026: Aktuelle Meldungen zum Streik und Einschränkungen im Bahnverkehr