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Kostenschock an der Tankstelle: Benzin und Diesel sprengen Preis-Rekord - weshalb ist Sprit so teuer?

Autofahrer erlebten zu Jahresbeginn eine böse Überraschung beim Tanken, als Benzin und Diesel so teuer wie lange nicht waren. Bild: picture alliance/dpa | Jonas Walzberg

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  • Spritpreise auf Rekord-Hoch zum Jahresbeginn
  • Kostenschock beim Tanken: E10-Benzin und Diesel im Januar 2026 deutlich teuer als im Vormonat
  • Rohöl und CO2-Abgabe treiben Preise an der Zapfsäule nach oben

Autofahrer müssen aktuell tief in die Tasche greifen. Am 3. Februar 2026 lag der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter E10 bei 1,752 Euro, während Diesel 1,728 Euro kostete. Damit übertreffen beide Kraftstoffsorten bereits die Höchststände des Januars.

Preisschock an der Tankstelle: E10 und Diesel deutlich teurer als Ende 2025

Der Preissprung im Vergleich zu Dezember 2025 fällt erheblich aus. Nach Angaben des ADAC verteuerte sich Superbenzin E10 im Januar um durchschnittlich 8,6 Cent pro Liter. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 9,4 Cent sogar noch deutlicher aus. Im Monatsschnitt zahlten Verbraucher 1,739 Euro für E10 und 1,692 Euro für Diesel.

Der teuerste Tanktag des Januars war für Fahrer von Benzinern der 15. Januar mit 1,749 Euro pro Liter E10. Diesel war hingegen am 31. Januar mit 1,718 Euro am teuersten. Am günstigsten tankten Autofahrer noch an Neujahr – danach ging es kontinuierlich bergauf.

Autofahrer erleben böse Überraschung: Rohöl und CO2-Abgabe treiben Preise beim Tanken nach oben

Hinter dem kräftigen Preisanstieg stecken mehrere Faktoren. Der ADAC identifiziert vor allem die gestiegenen Rohölkosten als wesentlichen Treiber. Da Erdöl international in US-Dollar gehandelt wird, konnte ein erstarkter Euro die Verteuerung zumindest teilweise abfedern.

Zusätzlich belastet die zum Jahreswechsel angehobene CO2-Bepreisung die Autofahrer. Nach früheren Einschätzungen des Verkehrsclubs schlägt die neue Stufe mit bis zu drei Cent je Liter Kraftstoff zu Buche. Diese Kombination aus höheren Ölnotierungen und verschärfter Klimaabgabe macht sich nun deutlich an den Zapfsäulen bemerkbar.

Warum ist Diesel aktuell fast so teuer wie Benzin?

Der ungewöhnlich geringe Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Benzin und Diesel hat einen saisonalen Grund. Diesel und Heizöl sind in ihrer Zusammensetzung sehr ähnlich. Die aktuelle Kältewelle sorgt für eine hohe Nachfrage nach Heizöl, was auch den Dieselpreis nach oben drückt. Normalerweise liegt Diesel durch den Steuervorteil von gut 20 Cent deutlich unter dem Benzinpreis. Im Frühjahr dürfte sich die Lage für Dieselfahrer wieder entspannen.

Wer beim Tanken sparen möchte, sollte laut ADAC und Bundeskartellamt die Abendstunden nutzen. Morgens sind die Preise am höchsten. Die Differenz kann an einem einzigen Tag mehr als zehn Cent pro Liter betragen.

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/news.de/dpa

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