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Falschgeld-Alarm: Auf diese fiese Betrugsmasche dürfen Verbraucher nicht hereinfallen

Verbraucher sollten vorsichtig sein - die Weitergabe von Falschgeld kann mit einer Gefängnisstrafe enden. Bild: picture alliance/dpa | Daniel Karmann

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  • Anzahl gefälschter Euro-Scheine ist laut Bundesbank deutlich gesunken
  • Trickbetrüger fälschen 50-Euro-Scheine besonders häufig
  • Wer Blüten versehentlich weitergibt, riskiert schwerwiegende Strafen

Mehr Infos rund um Betrug finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Erstmals seit 2021 sind weniger gefälschte Euro-Scheine in Deutschland sichergestellt worden als im Jahr zuvor. Viele Blüten sind leicht zu erkennen - doch manche Fälscher agieren besonders dreist. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank wurden 2025 immerhin 67.963 Blüten aus dem Verkehr gezogen. Das entspricht einem Minus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Trick bleibt dennoch beliebt unter Betrügern.

Falschgeld-Alarm in Deutschland: 50-Euro-Scheine im Visier der Fälscher

Mittlere Scheine werden am häufigsten kopiert: Mit knapp 34.000 sichergestellten Exemplaren machten gefälschte 50-Euro-Scheine fast die Hälfte aller Blüten in Deutschland aus. An zweiter Stelle folgten 20-Euro-Noten mit rund 16.200 Fälschungen. Der Rückgang bei größeren Scheinen hat einen praktischen Grund: Viele Geschäfte akzeptieren 100- oder 200-Euro-Noten gar nicht mehr oder kontrollieren sie besonders sorgfältig.

"In Deutschland und Europa werden 20-Euro- und 50-Euro-Banknoten nach wie vor am häufigsten gefälscht", bestätigte Bundesbank-Vorstand Balz in einer Mitteilung. Eine Neuerung zeigt sich dennoch: Während früher vor allem Zehner und Zwanziger betroffen waren, dominieren inzwischen die Fünfziger unter den simplen Fälschungen.

Beliebter Trick: Spielgeld aus dem Internet im Umlauf

Viele der sichergestellten Blüten lassen sich ohne großen Aufwand als Fälschungen identifizieren. Ein erheblicher Anteil trägt Kennzeichnungen wie "MovieMoney" oder "Prop copy" - Hinweise darauf, dass es sich um Requisiten oder Spielgeld handelt. Diese Scheine werden im Internet angeboten und von Betrügern seit Jahren zweckentfremdet.

Die Bundesbank rät Verbrauchern, Geldscheine nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" zu überprüfen. Bei einem Vergleich mit echten Banknoten fallen die meisten Fälschungen schnell auf. Typische Mängel sind laut Bundesbank eine fehlende Griffigkeit des Papiers, ein nicht vorhandenes Wasserzeichen oder der ausbleibende Farbwechseleffekt der sogenannten Smaragdzahl.

Wer Blüten weitergibt, riskiert Gefängnisstrafe

Das Risiko, mit Falschgeld in Kontakt zu kommen, schätzt die Bundesbank als gering ein. Statistisch entfielen 2025 lediglich acht gefälschte Banknoten auf 10.000 Einwohner in Deutschland. Dennoch sollten Verbraucher Vorsicht walten lassen, denn: Die Weitergabe von Falschgeld stellt eine Straftat dar, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden kann. Zudem bleiben Verbraucher bei Erhalt gefälschter Noten auf dem Schaden sitzen. Verdächtige Banknoten sollten daher umgehend bei der Polizei oder einer Bank abgegeben werden.

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/loc/news.de/stg/dpa

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