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ESC-Debakel für Deutschland: Bulgarien feiert historischen Sieg - Sarah Engels geht unter

Siegerin Dara (M) aus Bulgarien mit dem Titel "Bangaranga" jubelt mit der Trophäe im Finale des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle. Bild: Georg Hochmuth/APA/dpa/dpa

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  • Bulgarien gewinnt erstmals den Eurovision Song Contest
  • Deutschland landet mit Sarah Engels nur auf Platz 23
  • Vom Publikum gibt es für den deutschen Beitrag 0 Punkte

Der 70. Eurovision Song Contest 2026 ist entschieden und Bulgarien schreibt ESC-Geschichte. Sängerin Dara gewann mit ihrem Song "Bangaranga" den Wettbewerb in Wien und bescherte ihrem Land den ersten ESC-Triumph überhaupt. Die Mischung aus Balkan-Beats, K-Pop-Elementen und Club-Sounds überzeugte sowohl die Jurys als auch das Publikum. Für Deutschland verlief der Abend dagegen enttäuschend.

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Deutschland erlebt nächsten ESC-Rückschlag

Sarah Engels landete mit ihrem Titel "Fire" nur auf Platz 23 von 25 Finalisten. Besonders bitter: Vom europäischen TV-Publikum erhielt der deutsche Beitrag keinen einzigen Punkt. Die wenigen Zähler kamen ausschließlich von einigen Jurywertungen. Dabei setzte Deutschland auf maximale Bühnenwirkung. Sarah Engels präsentierte eine aufwendige Choreografie mit viel Feuer und Pyrotechnik. ESC-Kommentator Thorsten Schorn scherzte während des Auftritts: "Was haben wir alles abgebrannt. Jetzt geht der Spritpreis wieder hoch." Doch trotz großer Show blieb der erhoffte Erfolg aus.

Sarah Engels mit dem Titel "Fire" im Finale des 70. Eurovision Song Contest (ESC) Bild: Jens Büttner/dpa/dpa

Die Sängerin zeigte sich nach dem Ergebnis trotzdem kämpferisch. "Wir haben alles gemacht, was in unserer Macht steht", erklärte Engels nach der Show. Während der Punktevergabe habe sie vor allem Süßigkeiten gegessen, verriet sie mit Humor. Auch der verantwortliche SWR sprach von einem professionellen und leidenschaftlichen Auftritt – zeigte sich aber enttäuscht über die Platzierung.

Politische Spannungen rund um Israel beim ESC

Neben dem Wettbewerb sorgten erneut politische Diskussionen für Schlagzeilen. Die Teilnahme Israels führte zu Boykotten mehrerer Länder, darunter Spanien und Irland. Hintergrund ist der anhaltende Gaza-Konflikt. Während des Auftritts von Noam Bettan kam es vereinzelt zu Zwischenrufen und Buh-Rufen. In der Nähe der Veranstaltungshalle nahm die Polizei zudem mehrere pro-palästinensische Aktivisten fest.

Gastgeberstadt Wien präsentierte sich zum 70. ESC-Jubiläum gewohnt traditionsbewusst. Der sogenannte Green Room wurde im Stil eines Wiener Kaffeehauses gestaltet. Moderiert wurde die Show von Victoria Swarovski und Schauspieler Michael Ostrowski. Zudem gab es Auftritte zahlreicher früherer ESC-Stars – darunter Lordi und Max Mutzke

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/news.de/dpa

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