Dschungelcamp 2026: Erschreckende Entwicklung - so sehr hat sich das Camp verändert
Reality-Sternchen Eva Benetatou (li.), Influencerin Ariel und Sänger Gil Ofarim auf dem Weg zur Dschungelprüfung. Bild: RTL
Erstellt von Ines Fedder
30.01.2026 07.46
- Rekord-Gagen beim Dschungelcamp 2026 - Analyse zeigt eklatante Veränderung
- Costa Cordalis vs. Gil Ofarim - erster Dschungelkönig bekam nur fast 50.000 Euro
- Weniger Sterne, mehr Auseinandersetzungen - RTL setzt auf Drama pur
Das RTL-Dschungelcamp 2026 (täglich bei RTL, online bei RTL+) verläuft zumindest für die Kandidaten in den ersten Tagen ernüchternd. Statt Sterne-Regen gab es für die Camper:innen lediglich Reis und Bohnen. Während Reality-Sternchen Ariel die ersten Prüfungen mit Null Sternen absolvierte, ist es Skandal-Sänger Gil, der schließlich in einer Essensprüfung doch noch für wenigstens drei Sterne sorgte. Aber war das eigentlich schon immer so? Eine Analyse der "Bild"-Zeitung zeigt - während die Kandidaten bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" immer mehr Gage verlangen, sinkt die Leistung in Sachen Prüfungen stetig. Ein Blick auf die Zahlen.
Rekord-Gagen beim Dschungelcamp 2026 - das wäre früher undenkbar gewesen
Dschungelkönig Costa Cordalis hat 2004 angeblich für 48.000 Euro den Weg in den australischen Busch angetreten. Eine Summe, über die die diesjährigen Kandidat:innen wohl nur lachen können. Laut "Bild"-Zeitung sollen gleich drei Kandidat:innen die 200.000-Euro-Marke in Sachen Gage geknackt haben.
Zum Vergleich: Dschungelcamp-Gagen früher und heute (2026)
Ganz Vorne mit dabei: Sänger Gil Ofarim, der in diesem Jahr sagenhafte 275.000 Euro für seine Teilnahme am Dschungelcamp 2026 kassieren soll. Zum Vergleich Brigitte Nielson, ein echter Weltstar, soll 2012 angeblich erstmals mit ihrer Gage (200.000 Euro) an einer vergleichbaren Marke gekratzt haben. Und schaut man auf die Teilnahme von Lilly Becker, schlottern einem schon fast die Ohren: Rund 400.000 Euro Gage stehen bei ihrer Teilnahme 2024/2025 im Raum.
| Jahr / Staffel | IBES-Kandidat:innen | Angebliche Gage |
| 2004 | Costa Cordalis | ca. 48.000 Euro |
| 2004 | Daniel Küblböck | ca. 120.000 Euro |
| 2012 | Brigitte Nielsen | > 200.000 Euro (erste über dieser Marke) |
| 2024/25 | Lilly Becker | bis zu 400.000 Euro |
| 2026 | Hardy Krüger Jr. | ca. 200.000 Euro |
| 2026 | Simone Ballack | ca. 200.000 Euro |
| 2026 | Mirja du Mont | ca. 200.000 Euro |
| 2026 | Gil Ofarim | mind. 275.000 Euro |
Quelle: Bild-Zeitung
Setzt man diese Zahlen jedoch ins Verhältnis der Sterne-Ausbeute fällt auf: Die Dschungelcamp-Teilnehmer:innen haben offenbar andere Prioritäten, als sich bei den Prüfungen als echte Kämnpferinnen zu beweisen.
Dschungelcamper:innen holen nur noch 30 bis 40 Prozent in Sachen Sterne-Ausbeute
Eine "Bild"-Auswertung der vergangenen 21 Jahre zeigt: Die Teilnehmer:innen holen immer weniger Sterne in den Prüfungen. Ein Prüfungsabbruch oder gar eine Verweigerung ist heute unter den Camper:innen fast schon normal. Wie "Bild" ermittelte, sei es früher in den ersten drei Staffeln lediglich ein Teilnehmer, der jemals eine Prüfung verweigerte - Jimmy Hartwig. Die Statistik zeigt allerdings auch: Das hat sich längst geändert. In Staffel 17 wurden laut "Bild" vier Prüfungen abgebrochen. In Staffel 18 seien es sogar sechs Abbrüche gewesen.
Trauriger Rekord-Abbrecher ist hier Reality-Star Sam Dylan, der insgesamt drei Prüfungen abbrach. Und sogar Dschungelkönigin Lilly Becker verweigerte im Finale die entscheidende Sterne-Herausforderung.
Ein Vergleich zeigt: Während in Staffel 1 (2004) noch rund 73 Prozent der möglichen Sterne erspielt wurden, liegt laut "Bild" der Wert in der jüngsten Staffel nur noch bei rund 30 bis 40 Prozent. Dabei gibt es jedoch mehrere Faktoren, die hier berücksichtigt werden müssen.
Darum holen Dschungelcamp-Kandat:innen heute weniger Sterne
Zum einen ist die Qualität der Dschungelprüfungen eine andere. Während man sich in den ersten Staffeln zunehmend auf den Ekelfaktor bezog, ist es heute schwieriger, die begehrten Sterne in den Händen zu halten. Wissensfragen und körperliche Fitness spielen ebenso eine Rolle wie der Wille, zu schlucken, was der Dschungel so hergibt.
Traurige Entwicklung: Was zählt ist das Drama
Und ein Känguru-Hoden bietet längst nicht mehr die Schlagzeile, die ein Dschungelkandidat braucht. Die Folge: Drama, Inszenierung - und Prüfungsverweigerung. Früher musste man berühmt sein und der Zuschauende sah als Unterhaltungswert seinen "Star" in einer echten Grenzerfahrung. Heute gilt es, möglichst viel Drama zu inszenieren. Dafür braucht es bereits im Vorfeld eine Geschichte, die für Zündstoff im Camp sorgt. Ein Skandal-Sänger, einen Seitensprung oder eine betrogene Ehefrau. Der Unterhaltungswert zieht sich aus dem Drama - die Prüfungen sind hier nur eine Nebenhandlung. Und dafür greift RTL möglichst tief in die Tasche. Nicht für die Stars, sondern für die Geschichte.
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