Verbraucherzentrale warnt: Dreiste Betrugsmasche mit dem Rundfunkbeitrag
Derzeit sind falsche Mails im Namen des Beitragsservices im Umlauf. Bild: picture alliance/dpa | Nicolas Armer
Erstellt von Sabrina Böhme
13.05.2026 14.01
- Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Mails im Namen des Beitragsservices
- Betrüger locken mit Rabatten
- Tipps zum Schutz vor der dreisten Masche
Betrüger machen auch beim Beitragsservice nicht Halt. Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor einer dreisten Betrugsmasche. Kriminelle verschicken gefälschte E-Mails, die angeblich vom Rundfunkbeitragsservice stammen. Die Empfänger werden aufgefordert, innerhalb kürzester Zeit 55,08 Euro per Sofort-Überweisung zu bezahlen.
GEZ-Betrug: Warnung vor Phishing-Mails im Namen des Beitragsservices
Die betrügerischen Nachrichten wirken auf den ersten Blick täuschend echt. Sie enthalten eine erfundene Beitragsnummer und behaupten, die Zahlungsfristen hätten sich geändert. Als Köder dienen angebliche Rabatte bei Vorauszahlung. Die Verbraucherschützer mahnen mit Nachdruck: Auf keinen Fall auf diese Mails reagieren und unter keinen Umständen Geld überweisen.
Betrüger locken mit gefälschten Rabatten
Die Betrüger gehen dabei äußerst raffiniert vor. In den gefälschten Nachrichten verwenden sie die unpersönliche Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" und nennen eine fiktive Beitragsnummer. Die Empfänger sollen glauben, dass sich die Zahlungsfristen geändert hätten und deshalb sofort Geld fließen müsse.
Die Kriminellen locken mit Preisnachlässen für Vorauszahlungen über sechs oder zwölf Monate. Wer sofort überweist, soll angeblich sparen können. Doch genau hier liegt ein entscheidendes Warnsignal. Beim echten Rundfunkbeitrag gibt es solche Rabattangebote nicht. Wer ein derartiges Versprechen in einer E-Mail findet, kann sicher sein: Es handelt sich um einen Betrugsversuch.
Die Falle mit der Sofort-Überweisung
Die Zahlungsmethode lässt aufhorchen. Die Kriminellen bestehen auf einer Sofort-Überweisung – aus gutem Grund: Eine solche Transaktion lässt sich im Nachhinein nicht mehr rückgängig machen. Das Geld ist unwiderruflich verloren. Auch die angegebene Bankverbindung ist Teil der Täuschung. Zwar wird eine deutsche IBAN genannt, doch laut den Verbraucherschützern wurde das Konto bei einem spanischen Kreditinstitut mit einer Niederlassung in Deutschland eröffnet. Mit dem tatsächlichen Beitragsservice von ARD und ZDF hat diese Bankverbindung nichts zu tun.
So entlarven Sie die betrügerischen Mails
Verbraucher erkennen diese und andere gefälschte Nachrichten an einem einfachen Detail: der Absenderadresse. Hinter dem Namen "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" verbirgt sich eine E-Mail-Adresse, die nicht auf "@rundfunkbeitrag.de" endet. Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, direkt beim echten Beitragsservice nachzufragen. Die Kontaktdaten finden sich auf der offiziellen Webseite.
Der Rundfunkbeitragsservice rät grundsätzlich zur Zahlung per SEPA-Lastschrift. Bei diesem Verfahren werden die Beträge automatisch eingezogen und Änderungen sofort berücksichtigt. So bleiben Beitragszahler vor derartigen Betrugsversuchen geschützt.
Auf welche Betrugsmaschen Sie aktuell achten sollten und wie Sie sich schützen, erfahren Sie in den folgenden Artikeln:
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