Wichtig für Datenschutz: Mit dieser PayPal-Einstellung schützen Sie Ihre Privatsphäre
Vielen ist nicht bewusst, wie viele Daten die Zahlungsapp sammelt - und wie viele sie weitergibt. Bild: picture alliance/dpa | Felix Kästle
Von news.de-Redakteur Felix Schneider
20.01.2026 11.57
- Eine Einstellung sorgt dafür, dass PayPal Ihre Daten an Dritte weitergibt
- Die App sammelt Daten, um Werbung personalisieren zu können
- Wer seine Privatsphäre schützen will, sollte seine Einstellungen ändern
Mehr Informationen zum Thema Datenschutz finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Was Sie über PayPal einkaufen, kann viel über Sie verraten - davor warnt nun auch die Stiftung Warentest. Der Zahlungsdienstleister sammelt nicht nur die auf dem Profil vorhandenen Informationen selbst, sondern hat auch Einsicht in Ihre Kaufhistorie. Diese wird mitunter zu Werbezwecken genutzt und an Partner der App weitergegeben. Ist Ihnen Datenschutz wichtig, können Sie dies allerdings über die Kontoeinstellungen verhindern.
So schützen Sie Ihre Daten auf PayPal richtig
Um die Nutzung der Daten für personalisierte Werbung zu verhindern, reich schon eine einfache Änderung in den Einstellungen Ihres Kontos:
- Schritt 1: Loggen Sie sich in Ihrem PayPal-Konto ein
- Schritt 2: Suchen Sie unter "Einstellungen" den Bereich "Daten und Datenschutz / Personalisierte Angebote und Werbung"
- Schritt 3: Dort prüfen Sie die Optionen "Personalisierte Angebote von uns" sowie "Personalisierte Angebote von unseren Werbepartnern"
Wichtig: Die Schieberegler in diesem Menü sollten grau sein. Sind sie schwarz, bedeutet das Zustimmung zu personalisierter Werbung. Werden beide Regler grau angezeigt, werden Ihre Daten weder für die Werbung von PayPal selbst noch für seine Partner gesammelt.
Regelmäßig die Einstellungen überprüfen
Datenschutz-Experten empfehlen zudem, diese und ähnliche Einstellungen insbesondere nach Updates erneut zu überprüfen. So kann es beispielsweise nach geänderten Nutzungsbedingungen oder bei neuen Funktionen dazu kommen, dass diese Einstellungen zurückgesetzt werden. Daher ist eine Kontrolle in regelmäßigen Abständen wichtig.
Sicherheitsrisiken für die Nutzer sind hoch
Die Stiftung Warentest bemängelt weiterhin, dass Nutzer nur unzureichend über Rechtsgrundlagen und automatisierte Entscheidungsverfahren der App informiert werden. Auch speichert Paypal die Daten von Nutzern solange es das Nutzerkonto gibt sowie weitere zehn Jahre über die Deaktivierung hinaus. Damit überschreitet der Zahlungsanbieter gesetzliche Fristen zur Datenspeicherung.
Dadurch birgt die Nutzung der App massive Sicherheitsrisiken. So informierten die MedienNutzer vor einiger Zeit über ein Datenleck, das Millionen von Konten betraf. Sicherheitslücken wie diese werden immer wieder von Betrügern ausgenutzt, um zusätzliche Daten oder Geld zu erbeuten. Zum Schutz vor betrügerischen Aktivitäten ist es empfehlenswert, regelmäßig das Passwort zu ändern und E-Mails von PayPal genau zu überprüfen. Nicht selten kommt es vor, dass Betrüger sich als Mitarbeiter des Supports ausgeben, um die Zugangsdaten zu stehlen.
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