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Fußball-WM: Warum der Iran zum Verlierer eines Remis wurde

Der offizielle Spielball der Fußball-WM 2026: Adidas Trionda. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

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Schottland und Südkorea hofften vergeblich - und auch der Iran verfolgte sein dramatisches Aus am letzten Tag der Vorrunde der Fußball-WM tatenlos. Das Trio rutschte in der Tabelle der Gruppendritten noch aus den besten acht Teams und verpasste damit das Weiterkommen in die Zwischenrunde. Die letzten vier offenen Plätze in der ersten K.-o.-Runde sind nun vergeben. So wurde gerechnet und so geht es weiter.

So ist die Situation bei den Gruppendritten

Österreich und Algerien brauchten im letzten von 72 Gruppenspielen ein Unentschieden, um beide weiterzukommen. Und das Spiel endete remis - in einem am Ende irren 3:3 sicherte sich Österreich mit dem Ausgleich in der sechsten Minute der Nachspielzeit den nötigen Punkt und Platz zwei in der Gruppentabelle. Algerien rutschte in Gruppe J auf Platz drei, kam aber als Sechster in der Tabelle der Gruppendritten trotzdem weiter. Österreich wäre bei einer Niederlage wegen der schlechteren Tordifferenz nicht unter den besten acht Gruppendritten gelandet.

Der Iran hatte bis zuletzt auf den erstmaligen Sprung in die K.-o.-Runde einer WM gehofft, kam aber durch den späten Treffer Österreichs nur auf den undankbaren neunten Platz im Ranking. Drei Punkte aus drei Unentschieden waren zu wenig, eine um drei Treffer bessere Tordifferenz oder ein Punkt mehr hätten das Weiterkommen bedeutet.

So funktioniert die Wertung der Gruppendritten

Durch die Ausweitung der Weltmeisterschaft auf 48 Teams setzt die FIFA auf eine weitere K.-o.-Runde vor dem Achtelfinale. Neben den zwölf Gruppensiegern und zwölf Zweitplatzierten kommen damit auch die acht besten Gruppendritten weiter. Alle zwölf Teams, die die Vorrunde auf Platz drei beendeten, bilden eine eigene Tabelle, in der zuerst die Punkte und dann die Tordifferenz zählen.

Das ist die Abschlusstabelle der Gruppendritten:

Platz

Nation (Gruppe)

Spiele

Torverhältnis

Punkte

DR Kongo (K)*

3

4:3

4

Schweden (F)*

3

7:7

4

Ghana (L)*

3

2:2

4

Ecuador (E)*

3

2:2

4

Bosnien-Herzegowina (B)*

3

5:6

4

Algerien (J)*

3

5:7

4

Paraguay (D)*

3

2:4

4

Senegal (I)*

3

8:6

3

Iran (G)

3

3:3

3

Südkorea (A)

3

2:3

3

Schottland (C)

3

1:4

3

Uruguay (H)

3

3:4

2

* als einer der acht besten Gruppendritten für die Zwischenrunde qualifiziert

# ausgeschieden

Spät spielen als Vorteil?

Der letzte Vorrundenspieltag erstreckte sich über vier Tage. Dabei erwies es sich zumindest angesichts der Ergebnisse als Vorteil, eher spät im Einsatz zu sein. Südkorea und Schottland beendeten ihre Vorrunde bereits am Donnerstag (Ortszeit) mit jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen. In ihrem jeweils letzten Spiel hatten sie aber keine Referenz, welche Ausbeute als Dritter nötig sein würde - das erging den später spielenden Teams anders. Dieser Trend ließ sich auch schon bei den vergangenen Europameisterschaften beobachten, bei denen ebenfalls eine Tabelle der Gruppendritten gebildet worden war.

So verteilen sich die Gruppendritten

Insgesamt 495 Varianten gab es für die Verteilung der Gruppendritten, die es jeweils mit einem Sieger einer Vorrundenstaffel zu tun bekommen. Am Ende ist es Variante 67, die den Ausschlag gibt. Deutschland trifft dabei als Sieger der Gruppe E auf Paraguay. Die weiteren Duelle der Gruppendritten:

DR Kongo - England

Schweden - Frankreich

Ghana - Kolumbien

Ecuador - Mexiko

Bosnien-Herzegowina - USA

Algerien - Schweiz

Senegal - Belgien

Dies sind die weiteren K.-o.-Duelle in der Runde der besten 32

Südafrika - Kanada

Niederlande - Marokko

Portugal - Kroatien

Spanien - Österreich

Brasilien - Japan

Elfenbeinküste - Norwegen

Argentinien - Kap Verde

Australien - Ägypten

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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