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Fußball-WM: Defensivstarkes Paraguay: Außenseiter, aber nicht chancenlos

Der offizielle Spielball der Fußball-WM 2026: Adidas Trionda. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

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Vom 1:4 gegen Co-Gastgeber USA hat sich Deutschlands erster K.-o.-Runden-Gegner Paraguay gut erholt - und sieht wieder aus, wie die Mannschaft, die sich für die WM qualifiziert hat. "Es war echt schwer, das harte Ergebnis zu verarbeiten, aber trotzdem hat unser Team in den zwei Spielen danach richtig solide gespielt", sagte Trainer Gustavo Alfaro vor dem Sechzehntelfinale im NFL-Stadion der New England Patriots am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV).

So wie das American-Football-Team, das normalerweise im Boston-Stadion aufläuft, legt auch Paraguay viel wert auf eine gute Defensive. Die vier Gegentore zum Start gegen euphorisierte US-Amerikaner waren deswegen untypisch. Gegen die Türkei (1:0) und Australien (0:0) gab es dann keinen weiteren Gegentreffer mehr für die Südamerikaner, die in der Qualifikation für das XXL-Turnier auch Argentinien und Brasilien geschlagen hatten. In den 18 Spielen gab es lediglich zehn Gegentore, nur Ecuador war noch stärker in der Abwehr.

Paraguay muss die Startelf gegen Deutschland umbauen

Bemerkenswert: Gegen die Türkei verteidigte Paraguay im zweiten Spiel der Gruppe D die frühe Führung die zweite Halbzeit lang in Unterzahl, weil Miguel Almirón die Rote Karte gesehen hatte. Als erster Profi war der Flügelspieler von Atlanta United vom Platz gestellt worden, weil er sich in einem Wortgefecht die Hand vor den Mund gehalten hatte. Um Rassismus zu vermeiden, hat die FIFA das bei dieser WM verboten. Gegen Deutschland ist der erfahrene Spieler nun wieder dabei. Paraguay muss dennoch improvisieren. Diego Gómez ist nach zwei Gelben Karten in der Gruppenphase gesperrt. Ob der am Knie verletzte Innenverteidiger Omar Alderete auflaufen kann, ist fraglich.

Trainer Alfaro zieht Vergleiche zur Copa Libertadores

Paraguay ist Außenseiter gegen Deutschland, das Niveau von Spitzenteams ist die Mannschaft nicht gewohnt. "In einem anderen Kontext, an einem anderen Ort, hast du vielleicht drei Kontakte Zeit. Hier aber gilt: Wenn du das nicht mit zwei Kontakten löst, nimmt man dir den Ball weg", sagte Trainer Alfaro über Anforderungen einer WM im Vergleich zu der Copa Libertadores oder der Copa Sudamericana, die südamerikanischen Gegenstücke zu Champions League und Europa League. "80 Prozent unserer Spieler kommen aus genau diesem Niveau. Und genau deshalb ist es so schwierig, sich an dieses Niveau anzugleichen", sagte er.

Als unlösbar empfinden die Medien die Aufgabe von "La Albirroja" gegen Deutschland allerdings nicht. "Obwohl der europäische Gigant mit seinen Toren eine beeindruckende Leistung abliefert, reist er nach der Niederlage gegen Ecuador angeschlagen an und beweist damit, dass er nicht unbesiegbar ist", schrieb das Portal abc, nachdem klar war, auf den Paraguay im Sechzehntelfinale treffen wird.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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