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Gianni Infantino privat: So lebt der umstrittene FIFA-Präsident mit Frau und Kindern

FIFA-Präsident Gianni Infantino sorgt regelmäßig für Kontroversen. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Claudio Thoma

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Gianni Infantino im Steckbrief:

  • Name: Giovanni Vincenzo Infantino
  • Geburtsdatum: 23.03.1970
  • Geburtsort: Brig (Schweiz)
  • Sternzeichen: Widder
  • Beruf: FIFA-Präsident
  • Familienstand: verheiratet, vier Kinder

Seit dem 26. Februar 2016 ist Gianni Infantino Präsident des Weltfußballverbands FIFA. Seine Amtszeit ist von zahlreichen Kontroversen geprägt. Umstrittene WM-Vergaben sowie seine Nähe zu politischen Machthabern stehen dabei im Zentrum der Kritik. Das muss man über den Funktionär außerdem wissen.

Gianni Infantino privat: Eltern, Kindheit und Studium

Giovanni Vincenzo Infantino, so sein vollständiger Name, kam am 23. März 1970 in Brig im Schweizer Kanton Wallis zur Welt. Er ist der Sohn italienischer Gastarbeiter. Bei seiner Geburt gab es Komplikationen, wie er einst in einem Interview mit dem "Blick" enthüllte: "Mit meinem Blut war etwas nicht in Ordnung. Man musste bei der Geburt eine Bluttransfusion machen." Als Baby habe er um sein Leben gekämpft. Seine Begeisterung für den Fußball entdeckte Infantino laut dem "Focus" früh. Als Jugendlicher kickte er fünftklassig beim FC Folgore. Eine Profikarriere blieb ihm jedoch verwehrt. Stattdessen schlug Infantino zunächst eine Karriere als Anwalt ein. Wie die "Deutsche Welle" berichtet, studierte er dafür Jura an der Universität Freiburg im Westen der Schweiz.

Gianni Infantino wird 2016 zum neuen FIFA-Präsidenten

In verschiedenen Funktionen war er in den 2000er-Jahren beim europäischen Fußballverband UEFA tätig, 2009 wurde er Generalsekretär. Bei der Wahl zum neuen FIFA-Chef im Jahr 2016 profitierte Infantino auch von einer kurz zuvor verhängten Sperre des UEFA-Präsidenten Michel Platini, der ursprünglich für das Amt kandidieren wollte. Er trat damit die Nachfolge seines Landsmanns Joseph "Sepp" Blatter an. 2019 und 2023 wurde Infantino in seinem Amt bestätigt.

Verfahren gegen Gianni Infantino und Korruptionsvorwürfe bei WM-Vergabe

Dabei wurde laut "Blick" gegen den FIFA-Boss schon wegen Amtsmissbrauchs, Verletzung des Amtsgeheimnisses und Begünstigung ermittelt. Es soll ominöse Treffen mit dem damaligen Bundesanwalt Michael Lauber gegeben haben, der Untersuchungen gegen den Weltfußballverband im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen bei der WM-Vergabe an Katar leitete. Das Verfahren gegen Infantino wurde laut "Deutschlandfunk" 2023 eingestellt.

Das Turnier in Katar sorgte ein Jahr zuvor ebenfalls für großen Wirbel, weil es massive Kritik an Menschenrechtsverletzungen und den Bedingungen für Arbeiter im Gastgeberland gab. In einer Pressekonferenz vor der WM verteidigte Infantino die FIFA-Entscheidung für Katar und traf zudem folgende umstrittene Aussagen:

  • "Heute fühle ich mich katarisch, heute fühle ich mich arabisch, heute fühle ich mich afrikanisch, heute fühle ich mich schwul, heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Gastarbeiter. Ich fühle so, weil ich all das gesehen habe."

Skeptisch betrachtet wird auch Gianni Infantinos Nähe zu US-Präsident Donald Trump. Dem Republikaner überreichte er während der WM-Auslosung am 5. Dezember 2025 einen neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis. Wenige Wochen später trat er Trumps "Friedensrat" zur Lösung des Konflikts im Gazastreifen bei. Einst pflegte Infantino auch gute Beziehungen zu Kremlchef Wladimir Putin. Die FIFA hatte die WM 2018 an Russland übergeben. Ein Jahr später überreichte Putin Infantino dafür den "Orden der Freundschaft".

Gianni Infantino privat mit EhefrauLeena Al Ashqar und vier Töchtern

Giovanni Infantino ist mit der gebürtigen Libanesin Leena Al Ashqar verheiratet, die in den 2000er-Jahren als stellvertretende Generalsekretärin für den Fußballverband ihres Heimatlandes arbeitete. Berichten zufolge lernten sich die beiden während dieser Zeit kennen, wie "t-online" schreibt. Mittlerweile hat das Paar vier gemeinsame Töchter. Zwei seiner Kinder kamen laut Infantino einen Tag nach dem Tod seines Vaters zur Welt. Das verriet er dem "Blick".

Die Zeitung berichtete auch darüber, dass der FIFA-Präsident ein Haus für sich und seine Familie 2021 im WM-Gastgeberland Katar mietete. Dort gehen auch zwei seiner Töchter zur Schule. Steuern zahlt Infantino laut eigenen Angaben aber weiterhin in der Schweiz. Weitere Details zu seinem Privatleben gibt der mächtige Fußballfunktionär jedoch kaum preis - auch nicht auf seinem offiziellen Instagram-Kanal, wo er hauptsächlich sportbezogene Beiträge postet. Er besitzt neben der Schweizer auch die italienische und libanesische Staatsbürgerschaft. 

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