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Warum fressen Katzen bei Hitze weniger?: Mit diesen Tipps bleiben Samtpfoten im Sommer fit

An heißen Sommertagen fressen viele Katzen deutlich weniger als gewohnt. Bild: AdobeStock / Home-stock

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  • Warum Katzen bei Hitze plötzlich weniger fressen
  • Wann Appetitlosigkeit normal ist und worauf geachtet werden sollte
  • Mit einfachen Tipps gut durch heiße Sommertage

Steigen die Temperaturen, verändert sich häufig auch das Verhalten von Katzen. Viele Halter beobachten, dass ihre Samtpfote plötzlich deutlich weniger frisst als gewohnt. Doch ist das normal oder ein Grund zur Sorge?

Weniger Appetit ist bei Hitze oft ganz normal

An heißen Tagen verbrauchen Katzen weniger Energie. Sie bewegen sich seltener, suchen kühle Plätze auf und schlafen häufig länger. Dass der Futternapf nicht mehr so schnell leer wird wie gewohnt, ist deshalb in vielen Fällen eine natürliche Reaktion des Körpers.
Vor allem in den Mittagsstunden meiden viele Katzen größere Mahlzeiten und fressen lieber in den kühleren Morgen- oder Abendstunden.

So können Sie Ihre Katze bei Hitze unterstützen

Auch wenn ein geringerer Appetit im Sommer meist kein Grund zur Sorge ist, können Katzenhalter einiges tun, damit ihre Samtpfote ausreichend Nahrung und Flüssigkeit aufnimmt.

1. Nassfutter statt Trockenfutter anbieten
Nassfutter ist an heißen Tagen oft die bessere Wahl. Es enthält deutlich mehr Flüssigkeit als Trockenfutter und unterstützt die Katze dabei, ihren Wasserbedarf zu decken. Viele Tiere nehmen im Sommer ohnehin zu wenig Flüssigkeit auf. Jede zusätzliche Wasserquelle ist deshalb hilfreich.

2. Leicht verdauliche Mahlzeiten wählen
Schwere oder sehr große Portionen belasten den Organismus zusätzlich. Besser sind kleinere, leicht verdauliche Mahlzeiten, beispielsweise hochwertiges Nassfutter oder – nach Absprache mit dem Tierarzt – gekochtes Hühnerfleisch oder etwas ungewürzter Fisch als gelegentliche Ergänzung. So fällt das Fressen auch bei hohen Temperaturen leichter.

3. Kleinere Portionen über den Tag verteilen
Bei Hitze sinkt der Energiebedarf, weil Katzen deutlich weniger aktiv sind. Statt einer großen Mahlzeit können mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt sinnvoll sein. Das schont die Verdauung und erhöht die Chance, dass die Katze zumindest kleine Mengen frisst.

4. Zu den kühleren Tageszeiten füttern
Viele Katzen entwickeln ihren Appetit erst dann wieder, wenn die größte Hitze vorbei ist. Deshalb lohnt es sich, die Hauptmahlzeiten in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend zu verlegen. Zu diesen Zeiten sind die Temperaturen angenehmer und viele Katzen wieder aktiver.

5. Den Futterplatz kühl halten
Steht der Futternapf in der prallen Sonne oder in einem aufgeheizten Raum, verliert das Futter schnell an Frische. Besonders Nassfutter kann bereits nach kurzer Zeit verderben. Ein schattiger, gut belüfteter Platz sorgt dafür, dass das Futter länger appetitlich bleibt. Nicht gefressene Reste sollten nach spätestens 20 bis 30 Minuten entfernt werden.

6. Mit kleinen Abkühlungen den Appetit fördern
Manche Katzen nehmen ihr Futter besser an, wenn es leicht gekühlt serviert wird. Auch spezielle Katzen-Eiswürfel oder gefrorene Brühe ohne Salz und Gewürze können an heißen Tagen für eine willkommene Erfrischung sorgen. Wichtig ist jedoch, dass die Snacks nur als Ergänzung dienen und keine vollständige Mahlzeit ersetzen.

7. Ausreichend frisches Wasser bereitstellen
Neben der Fütterung spielt die Flüssigkeitsaufnahme im Sommer die wichtigste Rolle. Stellen Sie mehrere Wassernäpfe in der Wohnung oder im Garten auf und wechseln Sie das Wasser regelmäßig. Einige Katzen trinken lieber aus Trinkbrunnen oder fließendem Wasser. Wer merkt, dass seine Katze nur wenig trinkt, kann zusätzlich etwas Wasser unter das Nassfutter mischen.

Frisches Futter und ausreichend Wasser helfen Katzen, gut durch heiße Sommertage zu kommen. Bild: AdobeStock / Rido

Vorsicht vor Flüssigkeitsmangel bei Katzen

Während Katzen bei Hitze weniger fressen dürfen, sollten sie keinesfalls zu wenig trinken. Besonders Wohnungskatzen nehmen oft ohnehin nur wenig Flüssigkeit auf. Mehrere Wassernäpfe oder ein Trinkbrunnen können helfen, die Wasseraufnahme zu steigern.
Ein Warnsignal sind trockene Schleimhäute, eingefallene Augen oder auffällige Teilnahmslosigkeit. In solchen Fällen sollte die Katze zeitnah tierärztlich untersucht werden.

Wann Sie bei Katzen aufmerksam werden sollten

Ein vorübergehend reduzierter Appetit an heißen Tagen ist meist kein Grund zur Sorge. Frisst die Katze jedoch länger als 24 Stunden gar nichts mehr, wirkt apathisch, erbricht oder zeigt weitere Krankheitszeichen, sollte dies nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Besonders bei älteren Katzen, Jungtieren oder Tieren mit Vorerkrankungen kann eine anhaltende Futterverweigerung schnell problematisch werden.

Fazit: Weniger Appetit im Sommer ist meist kein Grund zur Sorge

Dass Katzen im Sommer weniger fressen, ist in den meisten Fällen eine normale Anpassung an die hohen Temperaturen. Entscheidend ist, dass sie ausreichend Flüssigkeit aufnehmen und insgesamt einen munteren Eindruck machen. Mit frischem Wasser, mehreren kleinen Mahlzeiten und einem kühlen Rückzugsort können Halter ihren Haustieren helfen, gut durch heiße Tage zu kommen. Hält die Appetitlosigkeit jedoch länger an oder treten weitere Beschwerden auf, sollte vorsorglich tierärztlicher Rat eingeholt werden.

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