Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung für Saint-Cergue und andere Gebiete in der Schweiz sollten Ski-Fans heute ernstnehmen!
Welche Tipps sollte man im Notfall bei einem Lawinenabgang kennen? Bild: Adobe Stock / Scheidle-Design
Erstellt von Team Datenjournalismus
04.04.2026 16.00
Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Vallon de Saint-Imier, Yverdon - Bevaix, Val de Ruz - Colombier, Biel- Neuenburg, Val de Travers, Saint-Cergue und Vallée de Joux Lawinengefahr besteht. Die Meldung gilt vorerst bis zum 04.04.2026, um 15:00 Uhr.
Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!
Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Vor allem an Schattenhängen liegen die großen Mengen an Neuschnee und Triebschnee aus dem letzten Niederschlagsereignis auf facettierten Schwachschichten. In diesen Schwachschichten können vereinzelt noch Lawinen ausgelöst werden, insbesondere in Gebieten mit relativ wenig Schnee. Diese können groß sein.In den inneralpinen Gebieten des Wallis und vor allem in Graubünden sind Schwachschichten in der Mitte des Schneedecks stellenweise zusätzlich noch auslösefähig, wobei in Einzelfällen Lawinen in bodennahen Schwachschichten ausgelöst werden können.Mit steigenden Temperaturen und einer bewölkten Nacht im Norden wird die Gleitlawinenaktivität weiter zunehmen, zunächst vor allem unterhalb von etwa 2200 m an der Nordflanke der Alpen."
Als Ursache für die Gefahrenlage wird vom Lawinenwarndienst das Gleitschneeproblem benannt. Gleitschnee bildet sich, wenn der Schnee aufgrund von Temperaturunterschieden oder Feuchtigkeit an der Unterseite der Schneedecke zu rutschen beginnt. In Gebieten mit reichlich Schnee und steilem, abschüssigem Gelände tritt das Problem des Gleitschnees besonders häufig auf. Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen der Schweiz individuell stark ausgeprägt.
Wo besteht heute Lawinengefahr in der Schweiz?
Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 1. Betroffen sind entsprechend:
- Vallon de Saint-Imier
- Biel- Neuenburg
- Val de Ruz - Colombier
- Val de Travers
- Yverdon - Bevaix
- Vallée de Joux
- Saint-Cergue
Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig. Die derzeit höchste Warnstufe 3 gilt unter anderem für
- Davos
- Samnaun
- Östliche Silvretta
Wie Sie sich bei welcher Lawinenwarnstufe verhalten sollten
Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Wenn Sie Ihren Urlaub in den betroffenen Gebieten verbringen und dabei wandern oder skifahren möchten, sollten Sie sich rechtzeitig bei den örtlichen Tourismusstellen informieren. In jedem Fall wird darauf hingewiesen, die ausgeschriebenen Wege und Pisten nicht zu verlassen. Um sich vor Gefahren zu schützen, ist es wichtig, entsprechend der Gefahrenstufen bestimmte Regeln zu beachten.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Auslösungen dieser Art können lediglich an sehr steilen Hängen in Einzelfällen vorkommen.
- Personen im ungesicherten Gelände wird geraten, extrem steile Hänge einzeln zu befahren und dabei die ständige Gefahr eines Absturzes zu berücksichtigen.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können insbesondere an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Das Auftreten größerer spontaner Lawinen ist nicht zu erwarten.
- Bei einem ungünstigen Aufbau der Schneedecke (Altschneeproblem) ist jedoch besondere Vorsicht geboten..
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Deutliche Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Lawinen können leicht an steilen Hängen in spezifischen Höhenlagen ausgelöst werden, vor allem ist hier Vorsicht geboten.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Es ist ratsam, dass unerfahrene Wintersportler sich auf geöffneten Abfahrten und ausgewiesenen Routen aufhalten.
Darüber hinaus empfielt es sich, auf das konkrete Lawinenproblem zu achten:
- In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 04.04.2026 um 15:59 Uhr). Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Laufe des Tages sowie von Tal zu Tal ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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