Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Lawinengefahr gilt aktuell für Conthey-Fully und andere Gebiete in der Schweiz
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Denis Radermecker
Erstellt von Team Datenjournalismus
29.03.2026 16.00
Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Génépi, Conthey-Fully, Riederalp, Flims, Nördliches Tujetsch, Grimselpass, Südliches Urseren, Leuk, Nördliches Obergoms und Haut Val de Bagnes Lawinengefahr besteht. Die Meldung gilt vorerst bis zum 29.03.2026, um 15:00 Uhr.
Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!
In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "In den letzten Tagen gab es im Norden starke Schneefälle, die insbesondere zu Beginn von starken bis stürmischen Winden verweht wurden. Im Süden hat der teilweise stürmische Nordwind vor allem losen Altschnee verweht.Insbesondere an windgeschützten Schattenhängen liegt der Neuschnee und der verwehte Schnee auf Schwachschichten sowie auf vergrabenem Oberflächenreif im oberen Teil des Altschnees. Am Samstag wurden in diesen Schwachschichten Lawinen durch Wintersportler ausgelöst. In den inneralpinen Regionen des Wallis und vor allem in Graubünden bleibt das Schneedeckен schwach, und es besteht die Möglichkeit vereinzelter Lawinenauslösungen auch in bodennahen Schwachschichten.Bei Neuschnee und Wind bilden sich am Sonntag im Norden weitere, meist kleine Triebschneeansammlungen."
Als Ursache für die Gefahrenlage wird vom Lawinenwarndienst das Neuschneeproblem benannt. Wenn Neuschnee auf eine bereits bestehende Schneedecke fällt, kann es zu einer instabilen Schichtung kommen. Insbesondere dann, wenn der Schnee sehr leicht und locker ist oder wenn es starke Temperaturunterschiede gibt, kann sich eine schwache Schicht bilden, auf der der neue Schnee nicht gut haftet. Diese Schwachschicht kann dann unter bestimmten Bedingungen brechen. Die Gefahrenwarnung mag auf den ersten Blick einheitlich erscheinen, aber es ist von großer Bedeutung zu beachten, dass die Warnstufen und die Beschaffenheit des Schnees je nach Region und Tageszeit variieren können.
Wo besteht heute Lawinengefahr in der Schweiz?
Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 3. Betroffen sind entsprechend:
- Südliches Tujetsch
- Nördliches Tujetsch
- Flims
- Nördliches Obergoms
- Reckingen
- Leuk
- Riederalp
- Konkordia Gebiet
- Leukerbad - Lötschental
- Arolla
- Val d'Hérens
- Montana
- Haut Val de Bagnes
- Martigny-Verbier
- Conthey-Fully
- Val d'Entremont-Val Ferret
- Génépi
- Emosson
- Südliches Urseren
- Nördliches Urseren
- Monthey-Val d'Illiez
- Grimselpass
- Bex-Villars
Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig.
Was bedeutet die Gefahrenwarnung für Sie?
Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Für Reisende, die in den betroffenen Gebieten Urlaub machen und dort wandern oder skifahren möchten, ist es empfehlenswert, sich vor Ort bei den örtlichen Touristenzentren zu informieren. In jedem Fall sei empfohlen, ausgeschriebene Wege und Pisten nicht zu verlassen. Entsprechend der Gefahrenstufen sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Insbesondere an extrem steilen Hängen kann die Auslösung von Lawinen erfolgen. Das Auftreten größerer spontaner Lawinen ist jedoch unwahrscheinlich.
- Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Spezifische Geräusche und Risse sind deutliche Hinweise auf das Vorliegen dieser Gefahr. Lawinen können leicht an steilen Hängen in spezifischen Höhenlagen ausgelöst werden, vor allem ist hier Vorsicht geboten.
In dieser Situation ist es für Wintersportler besonders gefährlich, daher wird dringend empfohlen, risikomindernde Maßnahmen zu ergreifen und extrem steile Hänge zu meiden.
Für unerfahrene Wintersportler empfiehlt es sich, sich auf geöffneten Abfahrten und markierten Routen zu bewegen.
Darüber hinaus empfielt es sich, auf das konkrete Lawinenproblem zu achten:
- Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 29.03.2026 um 15:59 Uhr). Beachten Sie bitte, dass sich im Verlauf des Tages und von Tal zu Tal die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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