Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung für die Region Werdenfelser Alpen sollten Sie heute ernstnehmen!
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / altitudevisual
Erstellt von Team Datenjournalismus
28.03.2026 09.42
Die LWD Bayern meldete am 27.03.2026 um 16:00 Uhr, dass für die Gebiete Allgäuer Alpen Mitte, Werdenfelser Alpen, Berchtesgadener Alpen und Ammergauer Alpen Nord Lawinengefahr besteht. Die Warnung ist vorerst bis zum 28.03.2026 gültig.
"Lawinen können gewaltig sein."
"Lawinen können gewaltig sein."; teilte die Zentrale in der Meldung mit. Im Detail gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1800 Metern beträchtlich und darunter mäßig. Das Hauptproblem ist der Neuschnee der letzten Tage. In sonnenbeschienenen, felsigen Steilhängen lösen sich Lockerschneelawinen. Auch Schneebrettlawinen können schon bei geringer zusätzlicher Belastung ausgelöst werden. Dies ist insbesondere in schattigen Steilhängen in Kammnähe, hinter Geländebrüchen sowie in Rinnen und Mulden möglich. Lawinen können groß werden, insbesondere wenn sie bis zu tieferen Schwachschichten im Altschnee durchbrechen.
An sehr steilen, sonnigen Wiesenhängen können sich vereinzelt mittelgroße Gleitschneelawinen lösen."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Neuschneeproblem, Altschneeproblem und Gleitschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Der in den letzten Tagen gefallene Neuschnee (in höheren Lagen bis zu einem Meter) hat sich bereits etwas gesetzt und bedeckt einige große Schneeverwehungen. Schwache Zwischenschichten und Graupel sind in der Neuschneedecke eingebettet. In windzugewandten Gebieten ist der Neuschnee gebunden und auslöseanfällig. An schattigen Hängen in hohen Lagen haben sich Schichten aus facettierten Kristallen im darunterliegenden Altschnee erhalten. Diese sind schwer zu stören. In der Sonne wird der Schnee an der Oberfläche feucht und beginnt zu klumpen. Dort, wo der Schnee auf den nassen Untergrund gefallen ist, ist der Untergrund feucht bis nass. Auf glattem Untergrund ist mit Rutschbewegungen zu rechnen." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen des deutschen Alpenraums individuell stark ausgeprägt.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 2 |
| Allgäuer Alpen | 3 |
| Ammergauer Alpen | 3 |
| Werdenfelser Alpen | 3 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 2 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 2 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 2 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 2 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 2 |
| Berchtesgadener Alpen | 3 |
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Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
- Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 27.03.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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