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Lawinenwarnung bis Stufe 4: Diese Meldung gilt aktuell für Bayern

Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Denis Radermecker

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Am 26.03.2026 um 06:48 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Werdenfelser Alpen und Allgäuer Alpen Mitte. Die Meldung gilt vorerst bis zum 26.03.2026, um 16:00 Uhr .

"Viel Neuschnee: Es kann zu großen Lawinen kommen."

"Viel Neuschnee: Es kann zu großen Lawinen kommen."; teilte die Zentrale in der Meldung mit. Zusätzlich gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb der Baumgrenze hoch und darunter mäßig. Das Hauptproblem ist Neuschnee. Die zahlreichen lawinengefährdeten Stellen befinden sich in steilem Gelände in der Nähe von Graten in allen Expositionen, hinter Geländestufen sowie in Rinnen und Mulden. Schneebrett- und Triebschneelawinen können sich lösen und groß werden.

Insbesondere im Allgäu können sich Gleitschneelawinen an zuvor trockenen, sehr steilen Wiesenhängen lösen. Sie können mittlere Größe erreichen."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Neuschneeproblem, Altschneeproblem und Gleitschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Ortsweise sind bereits rund 50 cm Neuschnee gefallen. Der Schneefall ging stellenweise mit starken, teilweise stürmischen Winden aus Nordwest einher. Es schneit weiterhin. Die große Menge an Neuschnee und Verwehungen liegt auf weichem Schnee an den Nordhängen höher gelegener Gebiete und ist auslösegefährdet. Auch innerhalb der Winddecke sind schwache, auslösegefährdete Schichten eingebettet. Die Schneeverwehungen sind groß und teilweise von Neuschnee bedeckt. In den höheren Lagen finden sich oberflächennah schwache Schichten aus Facettenkristallen. Ansonsten ist der darunterliegende Altschnee im Allgemeinen gut stabilisiert. An den Südhängen bedeckt der Neuschnee den zuvor freigelegten Boden und beginnt zu gleiten." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen in den einzelnen Regionen sowie zu unterschiedlichen Tageszeiten voneinander abweichen können.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen3
Allgäuer Alpen4
Ammergauer Alpen3
Werdenfelser Alpen4
Westliche Bayrische Voralpen2
Zentrale Bayrische Voralpen2
Östliche Bayrische Voralpen2
Westliche Chiemgauer Alpen2
Östliche Chiemgauer Alpen2
Berchtesgadener Alpen3

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Was bedeutet die Gefahrenmeldung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

  • Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.

Bei Stufe 4 ist die Lawinengefahr groß. Spontane, große Lawinen sind wahrscheinlich. An Steilhängen können sie besonders leicht ausgelöst werden, oft auch durch Fernauslösungen.

  • Es ist wichtig, Geräusche und Risse zu beachten.

  • Personen im ungesicherten Gelände sollten sich auf mäßig steiles Gelände beschränken und die Auslaufbereiche großer Lawinen im Auge behalten.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten lieber auf geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.

  • Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.

  • Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.

  • In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 26.03.2026 um 06:48 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Wie gefährlich Lawinen vor allem für Wanderer und Skifahrer sein können und wie Sie sich im Ernstfall verhalten müssen, lesen Sie hier bei uns:

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