Lawinenwarnung bis Stufe 4: Diese Meldung gilt aktuell für die Region Werdenfelser Alpen
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Audrey
Erstellt von Team Datenjournalismus
24.02.2026 09.42
Am 23.02.2026 um 16:10 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Allgäuer Alpen Mitte, Berchtesgadener Alpen und Werdenfelser Alpen. Die Warnung gilt vorerst bis zum 24.02.2026, um 16:00 Uhr .
"Lawinen lösen sich von selbst."
"Lawinen lösen sich von selbst."; teilte die Zentrale in der Meldung mit. Zu den Folgen schreibt der Lawinenarndienst: "Oberhalb von 2000 Metern besteht eine hohe Lawinengefahr, darunter eine mässige. Das Hauptproblem ist der vorhergesagte Neuschnee. Aufgrund der zusätzlichen Belastung durch den Neuschnee ist mit vielen selbstausgelösten Trockenlawinen zu rechnen. Diese können in hohen Lagen groß werden. Darüber hinaus können einzelne Wintersportler Lawinen auslösen, insbesondere an steilen Hängen, an denen der Schnee durch Wind gebunden ist. Aus extrem steilem, felsigem Gelände wird der Neuschnee in Form von Lockerschneelawinen abgegeben. Auch Nassschnee ist problematisch. Aufgrund der Niederschläge sind in mittleren Höhenlagen Gleitlawinen aus sehr steilem Gelände mit glatter Oberfläche und Nassschneelawinen aus steilem, felsdurchsetztem Gelände zu erwarten. Nassschneelawinen sind an allen noch nicht abgefahrenen Hängen bis ca. 1800 m zu erwarten und können mittlere Ausmasse erreichen. Offene Schneemünder weisen auf lawinengefährdete Stellen hin. Freiliegende Transportwege können von Nasslawinen getroffen werden."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Neuschneeproblem und Nassschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Schneeverwehungen sind in allen Lagen zu finden. In höheren Lagen liegen sie oft auf Graupel, altem Oberflächenreif, weichen Zwischenschichten oder im Bereich dünner Krusten auf facettierten Kristallen. Oberhalb von 1800 m gibt es in der Schneedecke an schattigen Hängen schwache Schichten aus facettierten Kristallen. Bis auf etwa 1800 m wird die Schneedecke durch Niederschläge durchnässt. In mittleren Höhenlagen ist die Basis der Schneedecke meist nass." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen des deutschen Alpenraums individuell stark ausgeprägt.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 3 |
| Allgäuer Alpen | 4 |
| Ammergauer Alpen | 3 |
| Werdenfelser Alpen | 4 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 3 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 3 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 3 |
| Berchtesgadener Alpen | 4 |
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Was bedeutet die Gefahrenmeldung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Bei Stufe 4 ist die Lawinengefahr groß. Spontane, große Lawinen sind wahrscheinlich. An Steilhängen können sie besonders leicht ausgelöst werden, oft auch durch Fernauslösungen.
Es ist wichtig, Geräusche und Risse zu beachten.
Personen im ungesicherten Gelände sollten sich auf mäßig steiles Gelände beschränken und die Auslaufbereiche großer Lawinen im Auge behalten.
Unerfahrene Wintersportler sollten lieber auf geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.
Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 23.02.2026 um 16:10 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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