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Lawinenwarnung bis Stufe 2: Diese Meldung gilt aktuell für Bayern

Welche Tipps sollte man im Notfall bei einem Lawinenabgang kennen? Bild: Adobe Stock / Scheidle-Design

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Am 27.01.2026 um 16:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Ammergauer Alpen Nord, Werdenfelser Alpen und Allgäuer Alpen Mitte. Die Warnung gilt vorerst bis zum 28.01.2026, um 16:00 Uhr .

"Beurteilen Sie Windplatten mit zunehmender Höhe sorgfältig."

"Beurteilen Sie Windplatten mit zunehmender Höhe sorgfältig."; warnte die Meldestelle. Im Detail gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1800 Metern mäßig und darunter gering. Das Hauptproblem sind Windplattenlawinen. Plattenlawinen können durch geringe Zusatzbelastungen in steilem Gelände an Kammlinien in Nordwest- bis Nord- bis Ostlage sowie in Rinnen und Mulden ausgelöst werden. Lawinen können im Allgäu mittlere Ausmaße erreichen und wenn tiefere Schwachschichten in der durchgängigen Schwachschicht gestört werden."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee und Altschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "In kleinem Maßstab liegt Windschnee teilweise auf weichem Schnee in hohen Lagen, ansonsten kann sich auf unterschiedlich verkrusteten Schneeoberflächen eine Schneeschicht bilden. Unter diesen Schichten aus hartem Schnee hat sich eine schwache Schicht aus kantigen Schneekristallen gebildet. In den mittleren Schichten stabilisiert sich diese Schicht langsam bei milden Temperaturen und fehlender langwelliger Strahlung. Die Basis der Schneedecke besteht oft aus körnigem, schwimmendem Schnee. Auf der Südseite liegt wenig bis gar kein Schnee." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen Bayerns individuell stark ausgeprägt.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen1
Allgäuer Alpen2
Ammergauer Alpen2
Werdenfelser Alpen2
Westliche Bayrische Voralpen1
Zentrale Bayrische Voralpen1
Östliche Bayrische Voralpen1
Westliche Chiemgauer Alpen1
Östliche Chiemgauer Alpen1
Berchtesgadener Alpen1

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Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Diese können lediglich vereinzelt an sehr steilen Hängen ausgelöst werden.

  • Für Personen, die sich im ungesicherten Gelände aufhalten, wird empfohlen, extrem steile Hänge einzeln zu befahren und die Absturzgefahr immer im Auge zu behalten.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

  • Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

  • Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 27.01.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Wie gefährlich Lawinen vor allem für Wanderer und Skifahrer sein können und wie Sie sich im Ernstfall verhalten müssen, lesen Sie hier bei uns:

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