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Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung gilt aktuell für den deutschen Alpenraum

Welche Tipps sollte man im Notfall bei einem Lawinenabgang kennen? Bild: Adobe Stock / Scheidle-Design

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Am 11.01.2026 um 16:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Chiemgauer Alpen Ost, Chiemgauer Alpen West und Berchtesgadener Alpen. Die Warnung ist vorerst bis zum 12.01.2026 gültig.

"Vermeiden Sie steile Hänge mit Schneeverwehungen."

"Vermeiden Sie steile Hänge mit Schneeverwehungen."; warnte die Meldestelle. Weiterführend gilt: "Oberhalb der Baumgrenze besteht erhebliche Lawinengefahr, unterhalb der Baumgrenze mäßige Lawinengefahr. Das Hauptproblem in allen Höhenlagen sind Windplattenlawinen. Lawinen können in verwehten Bereichen ausgelöst werden, insbesondere an steilen Hängen mit Nord- bis Ost- bis Südausrichtung sowie in Rinnen und Mulden mit geringer Zusatzbelastung. Lawinengefährdete Stellen finden sich auch in Waldübergangsbereichen sowie in Waldgängen und Lichtungen. Die Lawinen erreichen mittlere Größe.

Weicher Neuschnee ist weiterhin problematisch. Lockerschneelawinen lösen sich aus dem felsigen Steilgelände oder können durch einen einzelnen Skifahrer an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Die ersten natürlich ausgelösten Lawinen sind am Nachmittag zu erwarten, insbesondere im Waldgebiet."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee und Neuschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "In den windgeschützten Bereichen der Osthänge und in Schluchten, Mulden und Lücken im Wald gibt es manchmal dicke Triebschneeverwehungen, die mit dem Einsetzen des Südwestwinds weiter anwachsen. Sie liegen weitläufig auf weichen Schichten oder Oberflächenreif und sind mit schwachen Zwischenschichten durchsetzt. Am Nachmittag geht der Schneefall in mittleren Höhenlagen in Regen über. In höheren Lagen besteht die Schneedecke oft aus facettierten Kristallen." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen sich in den einzelnen Regionen unterscheiden können.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen3
Allgäuer Alpen3
Ammergauer Alpen3
Werdenfelser Alpen3
Westliche Bayrische Voralpen3
Zentrale Bayrische Voralpen3
Östliche Bayrische Voralpen3
Westliche Chiemgauer Alpen3
Östliche Chiemgauer Alpen3
Berchtesgadener Alpen3

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Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufe und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.

  • Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 11.01.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Wie gefährlich Lawinen vor allem für Wanderer und Skifahrer sein können und wie Sie sich im Ernstfall verhalten müssen, lesen Sie hier bei uns:

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