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Hella von Sinnen: "Unfassbare Unverschämtheit" - Entertainerin rechnet mit Dieter Nuhr ab

Hella von Sinnen attackiert Dieter Nuhr. Bild: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

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  • Hella von Sinnen wirft Dieter Nuhr eine "Verniedlichung von Femiziden und Verleugnung dieses Frauenhasses" vor
  • Nuhr weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, niemals Witze über Femizide gemacht zu haben
  • Der rbb verteidigt den Kabarettisten mit Verweis auf die Kunstfreiheit in Satireformaten

Wegen Äußerungen zu Femiziden hat Hella von Sinnen den Komiker Dieter Nuhr scharf attackiert. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" warf die 67-Jährige ihm eine "Verniedlichung von Femiziden und Verleugnung dieses Frauenhasses" vor.

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Hella von Sinnen knöpft sich Komiker nach Femizid-Witz vor – Dieter Nuhr weist Vorwürfe entschieden zurück

"Jedes Jahr werden an die 350 Frauen von ihren Männern ermordet - und er sagt das? Was ist das für eine unfassbare Unverschämtheit von Nuhr?", empörte sich die Entertainerin. Sie stellte zudem öffentlich infrage, ob der 65-Jährige seinen Posten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen behalten werde. "Ich finde das wirklich unglaublich", so von Sinnen weiter.

Der Kabarettist reagierte auf die Anschuldigungen über Facebook. "Habe ich nicht", erklärte der 65-Jährige dort. "Kein Witz über Femizide, nirgends. Habe ich noch nie gemacht. Werde ich nicht tun." Nuhr betonte, dass seine Aussagen anders gemeint gewesen seien. Es sei ihm darum gegangen, eine aus seiner Sicht pauschale Verurteilung von Männern zu kritisieren. Den Vorwurf, er habe sich über Frauenmorde lustig gemacht oder Opfern eine Mitschuld gegeben, wies er damit klar von sich.

rbb verteidigt Nuhr mit Verweis auf Kunstfreiheit

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg, der für die Sendung "Nuhr im Ersten" verantwortlich ist, bezog ebenfalls Stellung zu der Kontroverse. In einem Statement räumte der Sender ein, dass die Kritik an Nuhr nachvollziehbar sei. Gleichzeitig verwies der rbb jedoch auf die besondere Stellung von Satireformaten. "In Satireformaten gilt es jedoch auch die künstlerische Freiheit zu achten", erklärte der Sender. Vor dem Hintergrund der Kunstfreiheit dürfe Nuhr "provozierend und zugespitzt formulieren". Eine klare Distanzierung von den umstrittenen Aussagen blieb damit aus.

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/bos/news.de/stg

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