Kronprinzessin Elisabeth von Belgien: Skandal um anzügliche Posen hinter Gittern - Palast bezieht Stellung
Belgiens Kronprinzessin Elisabeth, hier mit ihrer Mutter Königin Mathilde, ist Opfer perfider KI-Deepfakes geworden. Bild: picture alliance/dpa/Belga | Eric Lalmand
Erstellt von Claudia Löwe
31.03.2026 11.42
- Prinzessin Elisabeth von Belgien Opfer von Deepfake-Missbrauch
- Belgische Kronprinzessin auf KI-generierten Bildern und Videos bei Facebook bloßgestellt
- So reagiert das belgische Königshaus auf den Missbrauch von Prinzessin Elisabeth
Aufregung im belgischen Königshaus: Kronprinzessin Elisabeth (24) ist Opfer eines schwerwiegenden Deepfake-Skandals geworden. Über mehrere Wochen hinweg verbreitete ein gefälschtes Facebook-Profil Dutzende mit künstlicher Intelligenz erstellte Fotos und Videos der Tochter von König Philippe. Das betrügerische Konto konnte dabei eine beachtliche Reichweite aufbauen und sammelte rund 28.000 Follower.
Kronprinzessin Elisabeth von Belgien Opfer von KI-Deepfakes
Obwohl der Name der Prinzessin auf dem Profil sogar falsch geschrieben war, erhielten die veröffentlichten Inhalte hunderte Likes und Kommentare. Viele Nutzer erkannten die Fälschungen zunächst nicht als solche. Neben harmlosen Montagen tauchten auch sexualisierte Deepfake-Inhalte auf, wie "Het Laatste Nieuws" und die "Bild" berichten.
Social-Media-Skandal um belgische Prinzessin Elisabeth: Diese anzüglichen Bilder sind manipuliert
Dabei sorgt besonders ein Video für Aufregung: Es zeigt die Kronprinzessin scheinbar in einer Gefängniszelle, wo sie in knapper Kleidung – einem kurzen Höschen und einem winzigen orangefarbenen Top – vor den Gitterstäben tanzt. In einem weiteren Clip wirft die KI-generierte Elisabeth der Kamera einen verführerischen Kuss zu. Doch die Fälscher beschränkten sich nicht nur auf anzügliche Darstellungen der belgischen Thronfolgerin. Auf dem Profil erschienen auch manipulierte Bilder, die Elisabeth gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Eléonore (17) oder mit der spanischen Prinzessin Leonor (20) an Traumstränden zeigen. Sämtliche dieser Aufnahmen wurden vollständig durch KI generiert.
Belgisches Königshaus schreitet ein und reagiert auf Deepfake-Skandal um Prinzessin Elisabeth
Der belgische Königspalast reagierte auf die Veröffentlichungen und bestätigte gegenüber "Het Laatste Nieuws", von dem Fake-Account und den unangemessenen KI-Bildern zu wissen. Man habe inzwischen "die notwendigen Maßnahmen" ergriffen, um die Inhalte schnellstmöglich aus dem Netz zu entfernen. Das betrügerische Social-Media-Profil ist mittlerweile nicht mehr abrufbar.
Rechtlich gestaltet sich die Verfolgung solcher Fälle allerdings schwierig. Der Brüsseler Anwalt Etienne Wery erklärte gegenüber "Bild": "In Belgien gibt es keinen spezifischen Straftatbestand für Deepfakes." Die Königsfamilie könne sich jedoch auf bestehende Gesetze berufen – etwa Regelungen zu Veröffentlichungen ohne Einwilligung, Voyeurismus oder Belästigung.
Belgische Thronfolgerin erneut Zielscheibe von KI-Betrügern
Für Kronprinzessin Elisabeth ist es bereits der zweite Vorfall dieser Art. Schon im September 2025 verbreitete sich ein gefälschtes Foto im Internet, das die Prinzessin angeblich gemeinsam mit Prinz Georg von Liechtenstein (26) im Griechenland-Urlaub zeigte. Die Aufnahme löste sofort Spekulationen über eine mögliche royale Romanze aus. Die Realität erwies sich jedoch als weit weniger aufregend: Das Fürstenhaus Liechtenstein sah sich gezwungen, offiziell zu dementieren. Man stellte klar, dass es sich bei dem Bild um eine KI-Generierung handelte und kein echtes Foto existierte.
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