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Kronprinzessin Mette-Marit: Royals-Sohn Marius verwickelt sich vor Gericht immer tiefer in Widersprüche

Sohn von Mette-Marit widerspricht sich in Aussagen vor Gericht. Bild: picture alliance/dpa/NTB SCANPIX/EPA | Vegard Wivestad Grott

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  • 38 Anklagepunkte gegen Marius Borg, darunter Vergewaltigungen
  • Widersprüchliche Aussagen zu Haft, Kreditkarte und Handy-Aufnahmen
  • Drogenmissbrauch, psychische Probleme und Verantwortung im Fokus

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Im Gerichtssaal spitzt sich die Lage weiter zu: Gegen Marius Borg Høiby laufen 38 Anklagepunkte. Darunter befinden sich auch mehrere Vorwürfe wegen mutmaßlicher Vergewaltigung. In der nun dritten Prozesswoche rücken seine Aussagen immer stärker in den Fokus und sorgen für Stirnrunzeln. Der 29-Jährige, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, bestreitet die schwerwiegendsten Anschuldigungen. Doch im Zeugenstand gerät er mehrfach in Erklärungsnot.

Streit um Dauer des Polizeigewahrsams

Für Aufsehen sorgte eine Aussage zu einer früheren Festnahme. Marius Borg Høiby erklärte vor Gericht, er habe 40 Stunden in einer Isolationszelle verbringen müssen. Staatsanwalt Sturla Henriksbø widersprach dem laut "Bild" deutlich und nannte eine exakt dokumentierte Dauer von etwas mehr als 13 Stunden. Der Widerspruch nährt Zweifel an der Verlässlichkeit seiner Darstellung.

Verwirrung um Kreditkarte von Kronprinz Haakon

Auch eine angebliche Nutzung der Kreditkarte seines Stiefvaters Kronprinz Haakon wurde thematisiert. Eine Zeugin hatte ausgesagt, Høiby habe über eine entsprechende Karte verfügt. Der Angeklagte wies dies später zurück. Er habe die Karte nie besessen und auch keine Erlaubnis zur Nutzung gehabt. Warum es dennoch zu entsprechenden Aussagen kam, blieb unklar.

Unklare Angaben zu Einkommen und Lebensumständen

Vor Gericht wurden zudem unterschiedliche Versionen zu Marius Borg Høibys finanzieller Situation geschildert. Ein mutmaßliches Opfer gab an, er habe von einem Jahreseinkommen gesprochen. Ein anderer Zeuge berichtete hingegen, Høiby habe staatliche Unterstützung erwähnt. Zu Beginn des Prozesses konnte der Angeklagte keinen festen Beruf nennen.

Handy-Aufnahmen und widersprüchliche Aussagen

Besonders belastend ist ein Vorwurf rund um eine mutmaßliche Tatnacht. Eine Frau schilderte, sie erinnere sich an ein helles Licht und habe befürchtet, gefilmt worden zu sein. Zunächst erklärte Høiby, er habe kein Mobiltelefon bei sich gehabt. Später räumte er ein, eine Aufnahme gemacht zu haben. Den Lichtschein habe er jedoch als Taschenlampe dargestellt.

Nachrichten an die Freundin von Marius Borg Hoiby

Weitere Fragen wirft ein zeitlicher Ablauf in einer der fraglichen Nächte auf. Während laut Anklage eine Tat stattgefunden haben soll, schrieb Høiby seiner damaligen Partnerin liebevolle Nachrichten. Kurz darauf soll ein Video entstanden sein, das Teil der Beweisführung ist. Mehrere Zeugen sagten zudem aus, Høiby habe im Vorfeld behauptet, nicht mehr in einer Beziehung zu sein.

Streitpunkt über Einvernehmlichkeit bei Marius Borg Hoiby

Zentral im Verfahren ist die Frage, ob die betroffenen Frauen aufgrund von Alkohol oder Müdigkeit nicht in der Lage waren, sich zu widersetzen. Høiby erklärte zunächst, er habe keinen Geschlechtsverkehr mit schlafenden Frauen. Später relativierte er diese Aussage und sprach von Situationen, in denen Frauen sehr müde gewesen seien. Laut Marius Borg Hoiby habe es aber Absprachen gegeben, dass er weitermachen darf, auch wenn die Frauen bereits schlafen.

Drogen, Medikamente und Verantwortung von Mette-Marits Sohn

Die Verteidigung verwies mehrfach auf psychische Belastungen und Medikamenteneinnahme. Høiby selbst hatte bereits zuvor über psychische Erkrankungen und Drogenprobleme gesprochen. Ohne bestimmte Substanzen leide er unter starker sozialer Angst, sagte er vor Gericht. Zugleich machte er in seinen Aussagen wiederholt äußere Umstände für sein Verhalten verantwortlich, darunter Medienberichte und familiäre Hintergründe. Sein Vater Morten Borg sei zeitweise inhaftiert gewesen, was ihn geprägt habe.

Über Schuld oder Unschuld entscheiden Richter Jon Sverdrup Efjestad und zwei Schöffen. Ein Urteil wird Mitte März erwartet.

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