Donald Trump: Pressesprecherin erhebt heftige Vorwürfe – "Washington-Betrug" um die Epstein-Akten
Leavitt wittert "Washington-Betrug" – Pressesprecherin verteidigt den US-Präsidenten Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Mehmet Eser
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein
17.07.2026 11.22
- Karoline Leavitt weist Vorwürfe gegen Donald Trump entschieden zurück
- Sprecherin spricht von einem "klassischen Washington-Betrug"
- Scharfe Kritik und hitzige Reaktionen auf X nach ihren Aussagen
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Die Epstein-Akten sorgen in den USA weiter für heftige politische Debatten. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Vizepräsident J.D. Vance im Podcast von Joe Rogan Fehler im Umgang der Regierung mit der Veröffentlichung der Unterlagen eingeräumt. Nun hat sich auch Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, zu Wort gemeldet und die Vorwürfe gegen Donald Trump entschieden zurückgewiesen.
Karoline Leavitt calls the Epstein files a "classic Washington hoax" pic.twitter.com/qGrg97Yawa
— FactPost (@factpostnews) July 15, 2026
Leavitt sieht gezielte Kampagne gegen Trump
Im Interview äußerte sich Karoline Leavitt zu den Epstein-Files. Die Unterlagen beschäftigen Donald Trump seit Jahren, weil sein Name nach Medienberichten mehrfach in den Ermittlungsakten auftaucht.
In dem Interview, aus dem der X-Account Fact Post einen Ausschnitt veröffentlichte, sprach Leavitt von einem politischen Manöver gegen den US-Präsidenten.
Nach ihrer Darstellung habe sich in den vergangenen Tagen ein "klassischer Washington-Betrug " abgespielt. Sie warf Demokraten im Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses vor, geschwärzte Dokumente gezielt an einen CNN-Reporter weitergegeben zu haben. Dadurch sei ihrer Ansicht nach ein irreführender Eindruck entstanden. Leavitt argumentierte, dass eine ungeschwärzte Version der Unterlagen ebenfalls vorliege. Diese zeige nach ihrer Darstellung, dass eine inzwischen verstorbene Frau mehrfach erklärt habe, Donald Trump habe ihr gegenüber niemals etwas Unrechtes getan und sei ihr stets freundlich begegnet.
Weißes Haus weist Vertuschungsvorwürfe zu Epstein-Akten zurück
Die Sprecherin betonte außerdem, das US-Justizministerium habe bereits Zehntausende Seiten an Dokumenten sowohl dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses als auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach ihren Angaben seien sämtliche Unterlagen veröffentlicht worden, deren Freigabe rechtlich zulässig gewesen sei. Darüber hinaus habe das Justizministerium versucht, weitere Dokumente aus Grand-Jury-Verfahren veröffentlichen zu lassen. Dies sei jedoch von Richtern abgelehnt worden.
Leavitt wies deshalb Behauptungen zurück, wonach die Trump-Regierung oder das Justizministerium Informationen zu Jeffrey Epstein bewusst zurückhalten würden. Das sei "völlig falsch". Abschließend erklärte sie, sie könne zwar verstehen, dass viele Menschen der Regierung skeptisch gegenüberstünden, dennoch gebe es ihrer Auffassung nach "buchstäblich nichts zu verbergen".
Aussagen von Karoline Leavitt sind politisch umstritten
Leavitt schilderte mit ihren Äußerungen die Position des Weißen Hauses. Ob ihre Vorwürfe gegen Demokraten, CNN oder das Justizministerium zutreffen, ist politisch umstritten. Die Vorgänge rund um die Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen werden in den USA weiterhin kontrovers diskutiert.
Nutzer auf X reagieren mit scharfer Kritik auf Karoline Leavitt
Die Aussagen der Pressesprecherin lösten auf der Plattform X zahlreiche Reaktionen aus. Viele Nutzer widersprachen Leavitts Darstellung deutlich.
Ein Nutzer schrieb:
- "Das ist alles, was ihnen bleibt: lügen, verschleiern, auf Zeit spielen und vom Thema ablenken. Sie sind überführt – eindeutig. Und sie wissen das."
Ein anderer kommentierte:
- "Erzählen Sie das den Opfern, Frau Leavitt ..."
Auch diese Reaktionen sorgten für Aufmerksamkeit:
- "Warum fragt kein Reporter jemanden aus dieser Regierung, wie dieser angebliche 'Schwindel' zu erklären ist?"
- "Also sitzt Maxwell wegen eines Schwindels im Gefängnis? Diese Hexe ist dämonisch."
- "Leavitt lügt. Wie immer."
Die Debatte um die Epstein-Akten dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen. Während das Weiße Haus von einer politisch motivierten Kampagne spricht, fordern Kritiker weiterhin vollständige Transparenz bei der Veröffentlichung der Unterlagen.
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