Politik

Schuhljahr-Blamage: CDU macht sich mit peinlichem Ferien-Post zum Gespött im Netz

Fraktionschef Steeven Bretz teilte den Social-Media-Account samt Rechtschreibfehler über seinen Account. Bild: picture alliance/dpa/Britta Pedersen

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  • Schuhljahr statt Schuljahr - CDU-Brandenburg mit Rechtschreibfehler im Netz
  • Social-Media-Post sorgt für Gespött - niemand merkte es, bis es zu spät war
  • Fraktionssprecher erklärt sich: Der Fehler sei ihm "durchgerutscht"

Mit einem Feriengruß wollte die CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag bei Schülern und Eltern punkten – und erntete stattdessen Spott im Netz. In dem Beitrag auf Instagram und Facebook wünschte die Partei allen eine gute Erholung "für das nächste Schuhljahr". Der orthografische Ausrutscher blieb den Verfassern offenbar verborgen.

Besonders pikant: Der fehlerhafte Post war nicht nur stundenlang sichtbar, sondern wurde zusätzlich über den Account von Fraktionschef Steeven Bretz weiterverbreitet. Erst am späten Abend nach 22.50 Uhr verschwand der Beitrag schließlich von den Plattformen, wie die "B.Z." berichtete. Bei Social-Media bei X und Co. geht der Post dennoch viral.

Die folgenden Kommentare auf X sprechen ihre eigene Sprache:

  • "Genau, denn für die meisten Schüler der 10. Klasse folgen im Anschluss der Sommerferien die "Leerjahre"
  • "Schu(h)le kam doch nur früher von Schuhe, als man noch zu Fuß gehen musste. Das hat sich erst mit den Elterntaxis geändert, wissen die das denn nicht"
  • "jetzt aber ab mit dir in die Sohmerferien"

Ausgerechnet die neuen Bildungsreformer leisten sich Rechtschreib-Fauxpas

Der Fauxpas kommt für die Christdemokraten zur denkbar ungünstigsten Zeit. Erst Mitte März dieses Jahres übernahm die CDU das brandenburgische Bildungsressort – nach drei Jahrzehnten unter SPD-Führung. Mit dem neuen Minister Gordon Hoffmann (47) an der Spitze hatte die Partei angekündigt, das Schulsystem grundlegend umgestalten zu wollen.

Die Erwartungen an den 47-Jährigen sind entsprechend hoch. Dass ausgerechnet jene Partei, die sich die Verbesserung der Bildungslandschaft auf die Fahnen geschrieben hat, mit einem derart simplen Schreibfehler auffällt, dürfte in der Landespolitik für einiges Schmunzeln sorgen.

"Der Fehler ist mir durchgerutscht"

Zur Entstehung des Missgeschicks äußerte sich Fraktionssprecher Philipp Sünboldt gegenüber der "B.Z.": "Unser Social-Media-Team hat die Kachel erstellt. Ich habe den Post am Montag freigegeben und ehrlicherweise nicht im Detail draufgeschaut. Der Fehler ist mir durchgerutscht."

Weder Bildungsminister Hoffmann noch Fraktionschef Bretz wollten sich persönlich zu dem Vorfall äußern. Die Weiterverbreitung über den Account von Bretz sei zudem nicht durch ihn selbst, sondern durch Mitarbeiter erfolgt.

Für die Zukunft zieht die Fraktion Konsequenzen: "Wir werden künftig genau auf die Rechtschreibung achten", kündigte Sünboldt an.

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/sfx/news.de/stg

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