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Donald Trump: "Es geht nur um Geld!" Trump schrumpft Naturschutzgebiete zusammen

US-Präsident Donald Trump hält in Washington im Oval Office des Weißen Hauses ein unterzeichnetes Dekret in der Hand, mit der das Grand Staircase-Escalante National Monument geändert wird. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • Donald Trump hat die Naturschutzgebiete Bears Ears und Grand Staircase-Escalante in Utah per Dekret massiv verkleinert
  • Dadurch könnten fast drei Millionen Acres für die Erkundung von Öl, Gas und kritischen Mineralien freigegeben werden
  • Umweltschützer und indigene Gruppen kündigen Widerstand und mögliche Klagen gegen die Entscheidung an

Donald Trump sorgt mit einer neuen Entscheidung für heftige Kontroversen. Der US-Präsident hat zwei der bekanntesten Naturschutzgebiete in Utah per Dekret drastisch verkleinert. Damit könnten riesige Flächen künftig für die Förderung von Öl, Gas und wertvollen Mineralien genutzt werden. Während Trump die Maßnahme als wichtigen Schritt für die Rohstoffversorgung der USA feiert, sprechen Umweltschützer von einem schweren Rückschlag für den Naturschutz.

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Donald Trump verkleinert Naturschutzgebiete

Mit seiner Unterschrift schrumpfen die Schutzgebiete Bears Ears und Grand Staircase-Escalante auf etwa zehn Prozent ihrer bisherigen Größe. Nach Angaben des Weißen Hauses könnten dadurch fast drei Millionen Acres (12.140 Quadratkilometer) für die Erkundung von Energierohstoffen und kritischen Mineralien geöffnet werden. "Wir tun etwas sehr Dramatisches und sehr Wichtiges für die Menschen in Utah und die Menschen in unserem Land", erklärte Trump. In den Dekreten wird auf Vorkommen von Kohle, Uran und weiteren strategisch wichtigen Rohstoffen verwiesen, die nach Auffassung der Regierung für die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Unabhängigkeit der USA von Bedeutung sind.

US-Präsident attackiert Clinton, Obama und Biden

Bei der Unterzeichnung rechnete Trump mit seinen demokratischen Amtsvorgängern Bill Clinton, Barack Obama und Joe Biden ab. Sie hätten mit ihren Schutzgebieten Millionen Acres Land "für niemanden zur Nutzung gesperrt", kritisierte der US-Präsident. "Man kann dort nicht jagen, nicht fischen, praktisch nicht einmal darauf gehen", sagte Trump und bezeichnete die damaligen Entscheidungen als ungerecht gegenüber der Bevölkerung. Bereits 2017 hatte Trump beide Gebiete verkleinert. Joe Biden machte diese Entscheidung 2021 rückgängig. Die neuen Dekrete gehen nun noch weiter.

Republikaner feiern Entscheidung – Umweltschützer kündigen Klagen an

Utahs republikanischer Gouverneur Spencer Cox sprach gegenüber "ABC News" von einem "großen Tag für Utah". Auch Senator Mike Lee verteidigte die Verkleinerung der Schutzgebiete. Ganz anders fällt die Reaktion von Umweltverbänden aus. Die Organisation Earthjustice hält Trumps Vorgehen für rechtswidrig und kündigte an, erneut gerichtliche Schritte zu prüfen. Nach ihrer Auffassung könne ein US-Präsident Schutzgebiete zwar ausweisen, sie jedoch nicht eigenmächtig verkleinern. Das Weiße Haus vertritt eine andere Rechtsauffassung.

Indigene Gruppen sprechen von Angriff auf ihr Kulturerbe

Besonders scharf kritisierten Vertreter indigener Völker die Entscheidung. Davina Smith-Idjesa von der Bears Ears Inter-Tribal Coalition betonte die besondere spirituelle Bedeutung des Gebietes. "Unsere Verbindung zu diesem Ort kann nicht durch einen Federstrich ausgelöscht werden", erklärte sie gegenüber "ABC News". Kritiker befürchten, dass die Verkleinerung der Schutzgebiete den Weg für neue Bergbauprojekte ebnet und die Mitbestimmungsrechte indigener Gemeinschaften schwächt.

Auch im Netz sorgte Trumps Entscheidung für heftige Reaktionen. "90 Prozent der geschützten Flächen streichen? Das ist keine wirtschaftliche Entwicklung, das ist der Ausverkauf unseres unersetzlichen Erbes an Konzerne", schrieb ein X-Nutzer. "Es geht nur um Geld", heißt es in einem Tweet. Ein anderer X-Nutzer kommentierte: "Das wird einfach von Milliardären und Unternehmen aufgekauft – einige der schönsten und unberührtesten Landschaften des Landes." Mehrere X-Nutzer zogen historische Vergleiche. "Teddy Roosevelt würde Trump hassen", hieß es in einem Beitrag mit Verweis auf den Präsidenten, der 1906 den Antiquities Act unterzeichnet hatte. Andere hofften auf rechtliche Gegenwehr: "Hoffentlich werden die lokalen indigenen Stämme wegen der Entweihung ihrer Gebiete klagen."

Die beiden Naturschutzgebiete waren ursprünglich von den US-Präsidenten Clinton und Obama unter Schutz gestellt worden – nicht nur wegen ihrer Naturschönheiten, sondern auch wegen bedeutender archäologischer Stätten.

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/bos/news.de/stg

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