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Gianni Infantino: Nach Trump-Gespräch werden Rücktrittsrufe laut

Fifa-Präsident Gianni Infantino verteidigt die Fifa-Justizorgane nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Sam Hodde

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  • Nach Donald Trumps Anruf meldet sich Fifa-Präsident Gianni Infantino in einer Stellungnahme
  • Infantino hebt Unabhängigkeit der Justizorgane hervor
  • Die Worte des Fußballfunktionärs lösen Rücktrittforderungen aus

Die politische Dimension rund um die aufgehobene Sperre des US-StürmersFolarin Balogun bei der Fußball-WM schlug hohe Wellen. Donald Trump rief die Fifa nach eigenen Aussagen an und forderte eine Überprüfung des Falls. Jetzt meldete sich Fifa-Präsident Gianni Infantino zu Wort.

Infantino meldet sich nach Trump-Anruf zu Wort

Er hat die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane des Fußball-Weltverbandes hervorgehoben. "Ob wir eine Entscheidung persönlich mögen oder nicht, ist unerheblich. Respekt vor unabhängigen Institutionen und dem Rechtsstaat ist es, was die Integrität unserer Wettbewerbe und die Glaubwürdigkeit der FIFA jederzeit schützt", so Infantino. Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb Infantino in einer Stellungnahme der Fifa auf der Plattform X. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage, so der Funktionär.

Der FIFA-Chef bestätigte, dass er mit US-Präsident Trump gesprochen habe. Er habe dabei erklärt, dass ein laufendes Verfahren von den unabhängigen FIFA-Justizorganen entschieden werde. "So funktioniert das System der FIFA, und dieses Prinzip werde ich immer verteidigen. Ob uns eine Entscheidung persönlich gefällt oder nicht, ist irrelevant", sagte Infantino. Der 56-Jährige ergänzte, er spreche regelmäßig auch mit anderen Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern aus Fußball und Wirtschaft.

Rücktritt von Infantino gefordert

Den Skandal haben Fußballfans längst nicht vergessen. Infantinos Stellungnahme hat genau das Gegenteil bewirkt. Kritik wurde laut. Viele gehen so weit und fordern sogar den Rücktritt des Fifa-Präsidenten.

  • "Das war die klarste und verdiente Rote Karte, die man je vergeben konnte. Korruption siegt. Infantino lässt Blatter wie einen Engel aussehen. Er sollte zurücktreten."
  • "Das ist schlecht!!! Kindisch.. Ihre Position ist unhaltbar geworden, da Sie das Spiel in Misskredit gebracht haben. Das ehrenhafte Vorgehen wäre der Rücktritt. Das ist zu schändlich."
  • "Das kannst du Donald Trump erzählen, der öffentlich gesagt hat, die Überprüfung sei auf seinen Anruf an dich erfolgt. Du leitest eine korrupte Organisation. Tritt zurück und geh nach Hause.

Nach derzeitigen Berichten darf die US-Nationalmannschaft mit Stürmer Balogun gegen Belgien antreten. Der belgische Fußballverband hat eine Beschwerde eingereicht, die mittlerweile für unzulässig erklärt wurde.

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/news.de/dpa

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