Donald Trump: "Einstweilige Verfügung nötig" – Trump tritt gegen einstige Verbündete nach
Donald Trump mit Giorgia Meloni beim G7-Gipfel Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Evelyn Hockstein
Erstellt von Anika Bube
06.07.2026 10.41
- Donald Trump veröffentlicht ein bearbeitetes Bild von Giorgia Meloni auf Truth Social
- Der Post spielt auf den bereits eskalierten Streit zwischen den beiden Politikern an
- Auslöser waren widersprüchliche Aussagen über ein Treffen beim G7-Gipfel
Der Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Giorgia Meloni erreicht eine neue Stufe der Absurdität. Am Sonntag (05.07.2026) veröffentlichte der US-Präsident auf Truth Social ein bearbeitetes Bild der italienischen Ministerpräsidentin, auf dem die 49-Jährige scheinbar zu ihm aufblickt. Dazu schrieb er: "Einstweilige Verfügung nötig." Eine Anspielung darauf, dass Meloni angeblich von ihm besessen sei.
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Das provokante Meme markiert den vorläufigen Höhepunkt eines Konflikts zwischen zwei Politikern, die einst als enge Verbündete galten. Die rechtskonservative Regierungschefin zählte lange zu Trumps entschiedensten Unterstützerinnen in Europa, bis ein Streit beim G7-Gipfel in Frankreich im vergangenen Monat alles veränderte.
"Völlig erfunden!" Giorgia Meloni weist Trump-Demütigung zurück
Der Auslöser des Zerwürfnisses liegt im vergangenen Monat. Beim G7-Gipfel in Frankreich behauptete Trump gegenüber dem italienischen Sender La7, Meloni habe ihn regelrecht angefleht, ein gemeinsames Foto zu machen. "Sie hat mich um ein Bild mit ihr angebettelt", so der US-Präsident. "Ich hätte es nicht gemacht, aber sie tat mir leid." Die italienische Regierungschefin reagierte umgehend mit einem Video in den sozialen Medien. Sie zeigte sich "erstaunt" über die "völlig erfundenen" Aussagen. Besonders scharf kritisierte sie Trumps Umgang mit Verbündeten: "Weder ich noch Italien betteln jemals."
Trump-Tirade gegen einstige Verbündete
Der US-Präsident ließ die Kritik nicht auf sich sitzen und startete einen Gegenangriff auf Truth Social. Er bezeichnete Meloni, die er zuvor noch als "Freundin" tituliert hatte, als unpopulär in ihrem eigenen Land. Ihre Beliebtheitswerte seien im Sinkflug, behauptete Trump. Zusätzlich griff er Italiens Haltung zu seinem Konfrontationskurs gegenüber dem Iran an. Meloni hatte zuvor angemerkt, dass Trump gegenüber "Feinden des Westens" deutlich nachsichtiger auftrete als gegenüber seinen Verbündeten – deren Anführer behandle er "mit weit größerer Nachsicht".
Die italienische Ministerpräsidentin schlug auf Instagram zurück. Die Verteidigung nationaler Interessen sei "genau das, was ich immer getan habe", betonte sie. Trumps Kritik an ihren Umfragewerten konterte sie mit bemerkenswerter Schärfe: "Meine Popularität geht Sie jedenfalls nichts an", schrieb Meloni. "Ich schlage vor, Sie konzentrieren sich auf Ihre eigene."
Mit diesem Schlagabtausch ist der Bruch zwischen den einstigen Verbündeten offenkundig. Ob das bizarre Meme vom Sonntag die letzte Eskalationsstufe darstellt, bleibt abzuwarten – Trumps Verhalten deutet nicht auf eine baldige Entspannung hin.
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