Debakel für Donald Trump: Hitze-Kollaps bei 45 Grad – dramatische Szenen bei Mega-Event
US-Präsident Donald Trump bei der Eröffnung der "Great American State Fair" auf der National Mall. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Anika Bube
04.07.2026 15.40
- Donald Trumps "Great American State Fair" wird wegen extremer Hitze zeitweise geschlossen
- Sieben Besucher müssen mit lebensbedrohlichen Zuständen ins Krankenhaus
- Washington D.C. erlebt eine der heftigsten Hitzewellen des Jahres
Das Mega-Event von Donald Trump versinkt im Hitzechaos: Bei der "Great American State Fair" in Washington D.C. kam es am Freitag (03.07.2026) zu dramatischen Szenen. Eine extreme Hitzewelle mit gefühlten Temperaturen von bis zu 45 Grad zwang die Organisatoren, das Event auf der National Mall zeitweise zu schließen. Sieben Besucher mussten mit lebensbedrohlichen Zuständen ins Krankenhaus eingeliefert werden. "Es ist wirklich hektisch. Es ist chaotisch. Es ist eine totale Katastrophe", berichtete Journalist Julian Andreone vom Gelände. "Sie haben das überhaupt nicht geplant."
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Gluthitze in Washington D.C.: Dramatische Szenen bei Mega-Event von Donald Trump
Die Hauptstadt der USA erlebte dabei den zweiten Tag in Folge mit Temperaturen nahe oder über 37 Grad. Die Behörden hatten eine extreme Hitzewarnung bis zum 5. Juli ausgerufen. Die Situation vor Ort gestaltete sich zunehmend dramatisch. Während Reporter Julian Andreone die Zustände dokumentierte, eilten mehrere Menschen mit Wasserflaschen an ihm vorbei, um kollabierten Angehörigen zu helfen. In einem nur 71 Sekunden langen Videoclip waren zwei vorbeirennende Personen sowie ein heranrasender Krankenwagen mit Sirene zu sehen. "Die Leute schwitzen stark und brauchen Wasser", schilderte Andreone die Lage. In einer weiteren Aufnahme zeigte er eine Person, die auf der Ladefläche eines Rettungswagens lag, der über das Gelände fuhr. Die verzweifelten Besucher griffen zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Eine Frau sprang in ein Taufbecken, um der Hitze zu entkommen. Reporter beschrieben das Messegelände als weitgehend verlassen – ein offenes Feld ohne Schatten, das in der Gluthitze brütete.
Behörden loben "sichere" Veranstaltung – und kürzen heimlich die Öffnungszeiten
Nur wenige Stunden nach den medizinischen Notfällen veröffentlichten mehrere Bundesbehörden eine gemeinsame Stellungnahme. Freedom 250, der U.S. Park Police, der National Park Service, der Secret Service und die FEMA erklärten darin, sie hätten die Kühlmöglichkeiten, Wasserstationen und medizinische Versorgung für das "Salute to America"-Event koordiniert ausgebaut. "Wir sind stolz, die Öffentlichkeit zu einer sicheren, gut vorbereiteten und wirklich unvergesslichen Feier von Amerikas 250. Geburtstag willkommen zu heißen", hieß es in der Erklärung. Gleichzeitig räumten die Organisatoren stillschweigend ein Problem ein: Der öffentliche Zugang zum Gelände am Washington Monument wurde von 13 Uhr auf 17 Uhr verschoben – offiziell, um "längere Hitzeexposition zu reduzieren". Trumps Auftritt um 21:45 Uhr blieb davon unberührt.
Washington heißer als 99 Prozent der Erde
Die Temperaturen in der US-Hauptstadt erreichten am Freitag extreme Ausmaße. Laut einem Meteorologen der "Washington Post" war Washington an diesem Tag heißer als 99 Prozent des gesamten Planeten. Nur Teile der Sahara, des Nahen Ostens, der chinesischen Wüste Gobi und einige Regionen im amerikanischen Südwesten verzeichneten höhere Werte. Die "Great American State Fair" war nicht das einzige Opfer der Hitzewelle. Philadelphia sagte seine traditionelle Unabhängigkeitsparade ab – eine der größten des Landes. Auch Norristown in Pennsylvania und Haddon Township in New Jersey strichen ihre Umzüge. Eine am Freitag veröffentlichte Analyse von World Weather Attribution kam zu einem eindeutigen Befund: Die Intensität dieser Hitze wäre ohne den durch fossile Brennstoffe verursachten Klimawandel "praktisch unmöglich" gewesen.
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