Donald Trump: US-Präsident jubelt über Statue von Sklavenhalter - Kritiker sind entsetzt
Donald Trump jubelt über eine kontroverse Entscheidung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
03.07.2026 12.51
- Donald Trump jubelt über Statue von Sklavenhalter
- Donald Trump will die US-Geschichte "beschönigen"
- Entfernung während "Black Lives Matter"-Protesten
US-Präsident Donald Trump, der mit der explodierenden Zahl an Festnahmen während der Fußball-WM in der Kritik steht, hat über Truth Social dazu aufgerufen, eine Reiterstatue von Caesar Rodney zu besuchen. Das Monument steht nun vorübergehend am Freedom Plaza in Washington, D.C., wo es Teil einer Ausstellung anlässlich des 250. Jahrestags der Vereinigten Staaten ist. Der Trump-Aufruf ist nicht frei von Kontroversen, wie so oft bei Donald Trump. Seine Kritiker reagieren entsetzt.
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Donald Trump jubelt über Statue von Sklavenhalter
Die Wiederaufstellung der Rodney-Statue fügt sich in Trumps umfassendere Geschichtspolitik während seiner zweiten Amtszeit ein. Die Statue zeigt Rodney auf seinem historischen Ritt durch ein Gewitter von Dover, Delaware, nach Philadelphia, Pennsylvania. Im Juli 1776 gab er dort die entscheidende Stimme für die amerikanische Unabhängigkeit im Kontinentalkongress ab.
Allerdings besaß der Gründervater auch Sklaven. Dick Carter, Vorsitzender der Heritage Commission von Delaware, erklärte gegenüber "The New York Times", dass Rodney im Alter von 17 Jahren die Farm seines Vaters erbte. Auf dem Anwesen arbeiteten bis zu 200 versklavte Menschen. Trump würdigte die gesamte Installation in seinem Beitrag auf Truth Social enthusiastisch.
- "Während wir uns darauf vorbereiten, den 250. Geburtstag unseres geliebten Landes zu feiern, stehen diese Statuen und Denkmäler nun prominent im Herzen unserer Hauptstadt", schrieb der Präsident.
- Sie seien eine Feier des "250-jährigen Triumphs des amerikanischen Geistes", der aktuell "STÄRKER, GRÖSSER und RUHMREICHER als je zuvor" sei.
Donald Trump will die US-Geschichte "beschönigen"
Der US-Präsident hat in seiner zweiten Amtszeit mehrere Maßnahmen ergriffen, um das, was er als "Wahrheit und Vernunft" in der amerikanischen Geschichtsschreibung bezeichnet, wiederherzustellen.
- Seine Administration beseitigt systematisch Hinweise, die die Vergangenheit der Nation als grundlegend rassistisch oder unterdrückerisch charakterisieren.
- Dazu gehört auch die Streichung von Bezügen zur Sklaverei auf bundesstaatlichen Gedenkstätten und historischen Orten.
- Darüber hinaus macht die Regierung Entscheidungen rückgängig, durch die konföderierte Gemälde und Denkmäler aus öffentlichen Räumen entfernt worden waren.
- Zur Wahrheit gehört auch: Unter den Gründervätern besaßen neben Rodney auch George Washington, Thomas Jefferson, James Madison und Benjamin Franklin zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Lebens Sklaven.
In seinem Beitrag auf Truth Social rief Trump die Öffentlichkeit explizit auf:
- "Gehen Sie hin und schauen Sie sich das an!"
Bereits 2020 hatte er gewarnt, die Entfernung der Statue sei Teil einer Bewegung, die das Erbe der Gründerväter auszulöschen drohe. Die aktuelle Installation am Freedom Plaza präsentiert Trump als Triumph über diese Entwicklung.
Entfernung während "Black Lives Matter"-Proteste
Das Reiterstandbild hatte seinen ursprünglichen Platz am Unabhängigkeitstag 1923 in Wilmington, Delaware, erhalten. Im Jahr 2020 wurde es im Zuge der "Black Lives Matter"-Demonstrationen nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd demontiert. Die Stadtverwaltung von Wilmington begründete die Entscheidung damit, dass eine längst fällige Auseinandersetzung über die öffentliche Präsentation historischer Persönlichkeiten geführt werden müsse.
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