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Brisanter Bericht enthüllt: Putin-Drohnen spähten offenbar Europas Atomstandorte aus

Ließ Wladimir Putin europäische Atomstandorte ausspähen? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Gavriil Grigorov

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  • Ein IISS-Bericht dokumentiert 144 Drohnenvorfälle in mehr als zwölf europäischen Staaten
  • Die Experten halten eine Verbindung zum Kreml für "sehr wahrscheinlich"
  • Mehrere betroffene Standorte gelten als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato

Über 18 Monate hinweg ließ Wladimir Putin offenbar systematisch militärische Nuklearstandorte in mehreren europäischen Ländern mit Drohnen überwachen. Das geht aus einer Untersuchung des International Institute for Strategic Studies (IISS) hervor, über die zunächst der britische "Guardian" berichtete.

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Brisanter Bericht: Drohnen spähten offenbar Europas Atomstandorte aus

Der Thinktank analysierte insgesamt 144 Drohnenvorfälle in mehr als zwölf europäischen Staaten seit Ende 2024. Betroffen waren demnach sensible Einrichtungen in Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Die Experten stufen eine Verbindung zum Kreml als "sehr wahrscheinlich" ein. Offiziell haben die betroffenen Regierungen Moskau bislang größtenteils nicht für die Überflüge verantwortlich gemacht. Das IISS sieht in den Vorfällen dennoch deutliche Hinweise auf eine koordinierte russische Aufklärungskampagne.

Wladimir Putin: Atomwaffenstandorte in vier Ländern im Visier

Die Drohnen wurden laut IISS-Bericht über mehreren hochsensiblen Militäreinrichtungen gesichtet. In Großbritannien betraf dies die Luftwaffenstützpunkte Lakenheath und Fairford – ersterer beherbergt seit dem vergangenen Jahr wieder amerikanische Nuklearwaffen. In Frankreich registrierten die Behörden im Dezember 2025 mindestens fünf Drohnen über der Marinebasis Île Longue. Dort sind die seegestützten Atomstreitkräfte des Landes stationiert. Auch Belgien und die Niederlande waren betroffen. An den Luftwaffenbasen Kleine-Brogel und Volkel wurden im November und Dezember 2025 ebenfalls unbekannte Fluggeräte beobachtet. Beide Standorte gelten als Lagerorte für US-Atomwaffen. Die Überflüge fanden damit an strategisch bedeutsamen Punkten der westlichen Nuklearabschreckung statt.

Verdächtige Frachter der russischen Schattenflotte in der Nordsee

Als mögliche Startplattformen für die Drohnen identifiziert das IISS zwei Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Der Frachter "Hav Dolphin" und der Tanker "Seasons 1" hielten sich demnach während mehrerer Vorfälle in der Nordsee auf. Weitere Schiffe könnten als Relaisstationen oder zur Bergung der Fluggeräte gedient haben. Die "Hav Dolphin" geriet bereits früher ins Visier europäischer Sicherheitsbehörden. Im Mai 2025 bestand der Verdacht, dass von dem Schiff aus Drohnen über sensiblen Bundeswehr-Einrichtungen gesteuert wurden. Deutsche und belgische Einsatzkräfte durchsuchten das Schiff daraufhin mehrfach – allerdings ohne belastbare Beweise zu finden. Trotz der ergebnislosen Kontrollen hält der Thinktank an seiner Einschätzung fest, dass die Drohnenflüge mit einer Kreml-Operation zusammenhängen.

Strategisches Versagen der Nato-Flugabwehr

Besonders brisant: Obwohl die Drohnen teilweise direkt über Luftwaffenstützpunkten und Flughäfen operierten, wurde kein einziges Fluggerät abgeschossen oder abgefangen. Die russischen Aktivitäten fänden unter "weitgehender Straffreiheit" statt, heißt es in dem Bericht. IISS-Analyst Charlie Edwards spricht von "einer Reihe taktischer Erfolge für den Kreml" und "einem strategischen Versagen der Verteidigungsmaßnahmen der Alliierten". Als Motive hinter der Kampagne vermutet er eine Kombination aus nuklearer Überwachung, Kartierung militärischer Logistik sowie "wirtschaftlicher Zermürbung und psychologischer Kriegsführung". Immerhin: Die Zahl der Drohnensichtungen ist laut IISS zuletzt zurückgegangen. Mehrere europäische Staaten haben begonnen, verdächtige Schiffe etwa in der Ostsee aufzubringen und festzusetzen.

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