Donald Trump: Trumps geheimes Machtspiel - dieser kleine Kreis entscheidet über Amerika
Fünf bis sechs Personen und Donald Trump – mehr braucht es nicht, um die mächtigste Nation der Welt zu lenken. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Suzanne Plunkett
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
23.06.2026 11.02
- Donald Trump und nur wenige enge Vertraute sollen die wichtigsten Entscheidungen im Weißen Haus treffen
- Ein neues Buch enthüllt, dass zentrale Minister bei der Planung des Iran-Krieges nicht eingeweiht waren
- Die Autoren zeichnen das Bild einer streng abgeschirmten Machtstruktur rund um den US-Präsidenten
Donald Trump regiert die USA offenbar aus einem extrem kleinen Kreis heraus. Ein neues Enthüllungsbuch von zwei "New York Times"-Reportern zeichnet das Bild einer Regierung, in der selbst hochrangige Minister bei historischen Entscheidungen außen vor bleiben – während wenige Vertraute über Krieg, Krisen und Amerikas Zukunft beraten.
Weitere Nachrichten zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.
Donald Trump und die geheime Machtzentrale: Dieser kleine Kreis soll über Amerikas Schicksal entscheiden
Die zentrale Botschaft des neuen Enthüllungsbuchs "Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump" von den "New York Times"-Reportern Maggie Haberman und Jonathan Swan sorgt für Aufsehen: Die Vereinigten Staaten werden demnach von einem winzigen Machtzirkel gelenkt. "Eine winzige Gruppe von Leuten führt dieses Land, fünf oder sechs Personen und Donald Trump", erklärte Swan dem "Daily Beast" zufolge in einem Fernsehinterview am Montagabend.
Die zweite Trump-Administration stelle sich zwar als "transparenteste Regierung der Geschichte" dar, doch laut Swan sei das ein Trugbild. "Sie sind tatsächlich unglaublich gut darin, Geheimnisse zu bewahren", sagte der Journalist.
Trumps geheime Entscheidungswege im Weißen Haus
Das Buch beschreibt eine Regierung, in der nicht zwangsläufig die ranghöchsten Beamten an den wichtigsten Entscheidungen beteiligt sind. Stattdessen soll Donald Trump auf einen eng begrenzten Kreis von Vertrauten setzen.
Besonders brisant ist ein Fall rund um die Planung des Iran-Krieges. Laut den Autoren wurden ausgerechnet jene Kabinettsmitglieder, die später mit den wirtschaftlichen Folgen hätten umgehen müssen, zunächst nicht informiert.
Iran-Krieg: Trumps wichtige Minister wussten offenbar nichts
Finanzminister Scott Bessent und Energieminister Chris Wright waren demnach noch einen Tag vor Kriegsbeginn nicht in die Planungen eingeweiht. Dabei hätte ein möglicher Ölpreisschock direkte Folgen für ihre Ressorts gehabt. Die Schließung der Straße von Hormus sorgte für steigende Energiepreise, weltweite Nervosität und Versorgungsängste.
Auch Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard soll bei entscheidenden Gesprächen gefehlt haben – obwohl sie als Leiterin der nationalen Nachrichtendienste eine zentrale Rolle bei Sicherheitsfragen einnimmt.
Wer im Weißen Haus wirklich das Sagen hat
Die entscheidende Frage lautet: Wer gehört zu Donald Trumps innerstem Machtzirkel? Das Buch beschreibt ein abschließendes Treffen am 26. Februar, zwei Tage vor Beginn der amerikanisch-israelischen Bombardierung des Iran.
Dabei waren neben Trump unter anderem Vizepräsident JD Vance, Stabschefin Susie Wiles, CIA-Direktor John Ratcliffe, Rechtsberater David Warrington, Kommunikationsdirektor Steven Cheung, Pressesprecherin Karoline Leavitt, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio sowie der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs Dan Caine.
JD Vance zwischen Kritik und Loyalität zu Trump
Besonders interessant ist die Rolle von JD Vance. Der Vizepräsident war für seine skeptische Haltung gegenüber einem Krieg bekannt. Laut dem Buch erinnerte er Trump zwar an seine frühere Position, stellte sich am Ende jedoch hinter die Entscheidung des Präsidenten. Auch Stabschefin Susie Wiles soll Trump geraten haben, zu handeln, wenn er den Schritt aus Gründen der nationalen Sicherheit für notwendig halte.
108 Tage Krieg: Milliardenkosten und schwere Folgen
Auf die Entscheidung folgte ein mehr als dreimonatiger Konflikt mit dramatischen Konsequenzen. Nach Schätzungen kostete der Krieg die USA rund 113 Milliarden Dollar. Tausende Menschen starben, vor allem im Libanon und im Iran. Auch amerikanische Soldaten waren betroffen: 16 US-Soldaten kamen ums Leben, Hunderte weitere wurden verletzt.
Enthüllungsbuch über Trump sorgt für politische Sprengkraft
Das Buch von Maggie Haberman und Jonathan Swan sorgte bereits vor der Veröffentlichung für massive Aufmerksamkeit. Besonders brisant: Teile der Recherche sollen auf heimlich aufgezeichneten und weitergegebenen Mitschnitten aus dem Situation Room basieren. Dadurch entsteht ein ungewöhnlich detaillierter Blick auf die Entscheidungsprozesse innerhalb des Weißen Hauses.
Die Autoren zeichnen dabei vor allem ein Bild von Donald Trump als Präsident, dessen Macht auf einem kleinen Kreis loyaler Vertrauter konzentriert ist – während viele andere Spitzenbeamte offenbar erst spät oder gar nicht eingebunden werden.
Auch diese Nachrichten zu Donald Trump könnten Sie interessieren:
- Wirbel um Ivankas inszenierte Familien-Show - Foto-Bombe geht nach hinten los
- Brisante Psycho-Vorwürfe - wird Trump vom Iran manipuliert?
- Vatertags-Eklat bei Trump - Donald lässt Sohn Don Jr. öffentlich abblitzen
- Trump vor Mega-Party blamiert - Stars fliehen reihenweise vor "The Don"
- US-Präsident zittert vor Verrat - Insider sagt Trump-Sturz voraus