Donald Trump: Drei Wutausbrüche an einem Abend - neuer Bericht lässt Trump überkochen
Donald Trump tobt auf Truth Social und wirft der "New York Times" Hochverrat vor. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster
22.06.2026 10.26
- Donald Trump greift die "New York Times" wegen eines kritischen Iran-Berichts massiv an
- US-Präsident wirft der Zeitung "Hochverrat“ vor und droht mit weiteren Klage-Schritten
- Das steckt hinter Trumps Wutausbruch
Der US-Präsident hat am Sonntagabend in einer Serie wütender Beiträge auf Truth Social die "New York Times" scharf attackiert. Auslöser war ein Artikel der Zeitung mit der provokanten Überschrift "Was hat sich nach fast vier Monaten Krieg verändert? Analysten sagen: Nicht viel."
Trump greift die "New York Times" wegen eines kritischen Iran-Berichts massiv an
Trump bezeichnete die Berichterstattung über den Iran-Konflikt als "Hochverrat" und die Zeitung als "korrupt" sowie deren Journalisten als "Kriminelle". Der 80-Jährige kündigte an, die angeblich falschen Berichte seiner bereits bestehenden Milliarden-Dollar-Klage gegen das Blatt hinzuzufügen.
"Ich werde all ihre falschen und lächerlichen Berichte meiner Multi-Milliarden-Dollar-Klage gegen sie hinzufügen", schrieb der Präsident. Die Zeitung arbeite mit "erfundenen Fakten", so sein Vorwurf.
Drei Trump-Wutausbrüche an einem Abend
Die Tirade des Präsidenten begann kurz vor 17 Uhr Ortszeit und zog sich über den gesamten Abend. In seinem ersten Beitrag reagierte Trump direkt auf die Schlagzeile der "New York Times" und listete seine angeblichen Erfolge auf: "Ihr Militär ist ERLEDIGT, ihre Marine ist WEG, ihre Luftwaffe ist WEG, ihre Abschussrampen, Raketen, Drohnen und deren Herstellung sind fast WEG."
Warum der Bericht der "New York Times" Trump so erzürnte
Der Artikel der "New York Times" stützte sich auf kritische Stimmen von Fachleuten. Caitlin Talmadge, MIT-Professorin für Sicherheitsfragen im Persischen Golf, äußerte erhebliche Zweifel am Verhandlungsergebnis. "Dies ist kein Dokument, dem die Vereinigten Staaten zugestimmt haben, weil der Krieg eine neue militärische Überlegenheit der USA demonstriert hat", erklärte sie. Vielmehr hätten sich die USA übernommen und wollten keine weitere Eskalation.
Milliarden-Klage gegen die "New York Times": Trump erhöht den Druck
Trump hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres seine 15-Milliarden-Dollar-Verleumdungsklage gegen die "New York Times" erneut eingereicht, nachdem ein Richter die ursprüngliche Beschwerde abgewiesen hatte. Der Richter bemängelte damals den "blumigen und ermüdenden" Schreibstil sowie die zu späte Einreichung der Vorwürfe.
Der Präsident wirft der Zeitung und mehreren ihrer Reporter vor, seine Kandidatur 2024 untergraben und seinen Ruf als Geschäftsmann und TV-Star beschädigt zu haben. Zuletzt gewann Trump 16 Millionen Dollar von CBS News und ABC News wegen Berichterstattung, die ihm missfiel.
So reagiert die "New York Times"
Eine Sprecherin der "New York Times" erklärte im vergangenen Oktober, die Klage sei unbegründet: "Dies ist lediglich ein Versuch, unabhängige Berichterstattung zu unterdrücken." Man werde sich von Einschüchterungstaktiken nicht abschrecken lassen.
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