Donald Trump: Trump gehen die Frauen aus - jetzt bröckelt seine Macht-Truppe
Von den acht Frauen, die Donald Trump für Spitzenpositionen seiner zweiten Regierung auswählte, ist die Hälfte bereits Geschichte. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
17.06.2026 11.37
- Donald Trump laufen reihenweise die Frauen davon
- Von acht ausgewählten Frauen in Kabinetts- und Spitzenpositionen haben bereits mehrere ihre Posten verloren
- Warum Trump immer mehr Top-Frauen verliert
- Macht-Offensive bröckelt und zeigt deutlich:Trump verliert die Kontrolle über sein Team
Als Donald Trump seine zweite Amtszeit antrat, präsentierte er stolz eine Riege hochkarätiger Frauen an den Schalthebeln der Macht. Von der historischen Ernennung seiner Stabschefin bis zu loyalen Vertrauten in Schlüsselpositionen – es sollte eine neue Ära weiblicher Durchsetzungskraft werden.
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Trumps Frauen-Offensive wird zum politischen Problem
Doch diese Vision ist spektakulär gescheitert. Medizinische Notfälle, abrupte Rücktritte und Ethikskandale haben die Frauen in Trumps innerem Zirkel in beispiellose Turbulenzen gestürzt. Von den acht ursprünglich für Kabinettsposten und Spitzenpositionen ausgewählten Frauen hat die Hälfte ihren Posten bereits geräumt.
"Was als Schaufenster administrativer Disziplin gedacht war, hat sich in eine erschöpfende Übung im Krisenmanagement verwandelt", erklärte ein Insider aus dem Weißen Haus gegenüber der "Daily Mail".
Susie Wiles: Trumps mächtigste Beraterin kämpft gegen Krebs
Im Zentrum der Krise steht Stabschefin Susie Wiles, die als Trumps engste Beraterin gilt. Die als "Ice Maiden" bekannte Strategin unterzieht sich derzeit einer Brustkrebsbehandlung, die von Donald Trump höchstpersönlich offengelegt wurde.Während die Trump-Vertraute gegen den Krebs kämpft, machen Gerüchte über einen möglichen Rückzug im Winter die Runde. Vorerst bleibt sie jedoch im Amt. "Susie geht es gut", versicherte eine Quelle der "Daily Mail".
Pam Bondi: Krebsdiagnose und Streit um den Epstein-Skandal
Auch Ex-Justizministerin Pam Bondi erhielt nach ihrer Entlassung im April eine Krebsdiagnose – bei ihr wurde Schilddrüsenkrebs festgestellt. Doch Insider im Justizministerium zeichnen ein anderes Bild ihres Abgangs: Bondi sei wegen ihres "chaotischen" Umgangs mit dem Epstein-Skandal entlassen worden. Sie habe wiederholt voreilige Ankündigungen gemacht, etwa über eine angebliche "Epstein-Kundenliste" auf ihrem Schreibtisch, die sich als bedeutungslos erwies.
Trump-Regierung nutzte Krebsdiagnose als Ausstiegsgrund für Gabbard
Ende Mai legte Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard ihr Amt nieder – offiziell wegen der schweren Krebserkrankung ihres Ehemannes Abraham Williams, bei dem eine äußerst seltene und aggressive Form von Knochenkrebs diagnostiziert wurde. Doch drei Quellen berichten der "Daily Mail", dass die Regierung die Erkrankung als "einvernehmliche Lösung" für ihren Abgang nutzte.
Die langjährige Kriegsgegnerin geriet zunehmend in Konflikt mit Trumps aggressiver Außenpolitik, insbesondere bezüglich des Iran. Ihre Skepsis gegenüber militärischen Interventionen kollidierte mit der zunehmend hawkishen Haltung der Regierung. "Trump wollte jemanden, der nach seiner Pfeife tanzt", erklärte ein Insider. Beide Seiten hätten die Krankheit als "saubersten Schnitt" betrachtet.
Das Weiße Haus wies Vorwürfe eines erzwungenen Rücktritts als "verleumderisch" zurück.
Skandale und Degradierungen: US-Präsident Trump räumt sein Kabinett auf
Wo keine Krankheiten für Abgänge sorgten, übernahmen Skandale und politische Reibereien. Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer räumte Ende April ihren Posten – mitten in einer Ethikuntersuchung. Ihrem Ehemann wurden Annäherungsversuche gegenüber Mitarbeiterinnen vorgeworfen, zudem soll sie Angestellte angewiesen haben, Alkohol auf Dienstreisen mitzubringen. Auch Gerüchte über eine Affäre mit einem Leibwächter machten die Runde. Chavez-DeRemer bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kristi Noems Karriere im Kabinett nahm ebenfalls eine unerwartete Wendung. Nach internen Auseinandersetzungen über politische Richtungsfragen verlor sie im März ihren Posten als Heimatschutzministerin. Statt eines öffentlichen Rauswurfs wurde sie jedoch diskret auf eine weniger sichtbare diplomatische Position im Außenministerium versetzt – ein klassischer Abstieg auf leisen Sohlen.
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