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Semyon Skrepetsky ist tot: Putin-Kritiker (44) auf offener Straße erschossen 

War es ein Auftragsmord? Der russische Künstler und Putin-Kritiker Semyon Skrepetsky wurde in Polen erschossen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Dmitri Lovetsky

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  • Putin-Kritiker Semyon Skrepetsky ist tot
  • Karikaturist auf Polen erschossen
  • Satiriker machte sich öffentlich über Putin lustig
  • Polizei geht von einer gezielten Tötung aus
  • Ermittler nehmen zwei Tatverdächtige fest

Ein russischer Künstler und scharfer Kreml-Kritiker ist in Polen durch Schüsse ums Leben gekommen. Der 44-jährige Karikaturist Semyon Skrepetskywurde in der ostpolnischen Stadt Biala Podlaska auf offener Straße von mehreren Kugeln getroffen und tödlich verletzt. Die Kleinstadt liegt nur rund 35 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt.

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Putin-KritikerS emyon Skrepetsky auf offener Straße erschossen 

Nach Einschätzung der Polizei deutet alles auf eine gezielte Tötung hin. "Wir kennen aber das Motiv des Täters bisher nicht", erklärte ein Sprecher der Woiwodschaft Lublin gegenüber der polnischen Nachrichtenagentur PAP. 

Satiriker verspottete Putin und Lukaschenko

Während die polnischen Behörden keine näheren Angaben zur Identität des Opfers machten, benannten russische und belarussische Oppositionsmedien den Getöteten als Aktionskünstler und Karikaturisten. Der Mann hatte sich durch seine bissigen Zeichnungen einen Namen in der Exil-Community erarbeitet. Seine Zielscheiben: Kremlchef Wladimir Putin, der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko sowie der sowjetische Diktator Josef Stalin.

Seit 2021 lebte der Künstler im polnischen Exil. Mit seinen politischen Karikaturen hatte er sich offenbar mächtige Feinde gemacht – nun wurde er nur wenige Dutzend Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt getötet.

Ermittler vermuten gezielte Tat - zwei Tatverdächtige festgenommen

Nach Angaben der polnischen Staatsanwaltschaft wurden inzwischen zwei Männer aus Belarus festgenommen. Ihre mögliche Beteiligung an der Tat und ihre Verbindung zu dem Anschlag werden noch untersucht. Eine Anklage wurde bislang nicht erhoben. Das genaue Motiv und der Auftraggeber der Tat sind weiterhin unklar.

Der Fall sorgt international für Aufmerksamkeit, da europäische Sicherheitsbehörden in den vergangenen Jahren mehrfach vor möglichen Angriffen auf russische Regierungsgegner im Exil gewarnt haben. Die Ermittlungen in Polen laufen weiter.

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/news.de/dpa/stg

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