Politik

Donald Trump: Trump schuld am Wirtschafts-Debakel? Diese Aussagen sorgen für Empörung

"Ich liebe die Inflation" – mit diesen drei Worten bei einer Pressekonferenz im Oval Office hat Donald Trump eine politische Schockwelle ausgelöst. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump sorgt mit der Aussage "Ich liebe die Inflation" für heftige Reaktionen
  • Die US-Inflation stieg zuletzt auf 4,2 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit drei Jahren
  • Trump verteidigt die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Angriffs
  • Demokraten und Kritiker schlagen Alarm

Donald Trump hat mit einer überraschenden Äußerung im Weißen Haus für Wirbel gesorgt. Bei einer Pressekonferenz im Oval Office wurde der US-Präsident gefragt, ob ihn die zuletzt gestiegenen Inflationszahlen beunruhigen würden. Seine Antwort fiel ungewöhnlich deutlich aus: "Nein, ich liebe es. Die Zahlen waren großartig. Ich liebe die Inflation."

Weitere Nachrichten zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Trump sorgt mit Inflation-Aussage für Aufsehen: "Ich liebe die Inflation"

Die Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Amerikaner unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Die Inflationsrate war zuletzt auf 4,2 Prozent gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Als wesentliche Ursache gelten höhere Energiepreise im Zuge des Konflikts mit dem Iran.

Trump verteidigt wirtschaftliche Folgen des Iran-Angriffs

Der Präsident machte deutlich, dass er die wirtschaftlichen Risiken bewusst in Kauf genommen habe. Nach seinen Angaben seien die möglichen Folgen bereits vor dem Militärschlag gegen den Iran intern besprochen worden.

Trump erklärte, er habe führende Mitglieder seiner Regierung zu einer Sitzung zusammengerufen. Zu den Teilnehmern gehörten Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Justizminister Todd Blanche.

Dabei habe er sein Team auf mögliche Turbulenzen vorbereitet. "Wir hatten gerade den höchsten Aktienmarkt der Geschichte erreicht, die höchsten 401k-Werte aller Zeiten." Dennoch habe er sich für ein militärisches Eingreifen entschieden, weil der Iran nach seiner Darstellung kurz vor dem Besitz einer Atomwaffe gestanden habe.

"Es war es mir wert" - Trump nahm Börseneinbruch bewusst in Kauf

Nach Angaben des Präsidenten hätten Experten vor dem Angriff einen möglichen Einbruch an den Börsen von rund 25 Prozent prognostiziert. "Es war es mir wert", sagte Trump.

Die Verhinderung einer iranischen Nuklearwaffe habe aus seiner Sicht die wirtschaftlichen Kosten gerechtfertigt. Mit dieser Argumentation verteidigte er sowohl den Militärschlag als auch die damit verbundenen Folgen für Wirtschaft und Verbraucher.

Demokraten attackieren Trump scharf

Die Reaktionen aus dem Lager der Demokraten ließen nicht lange auf sich warten.

Kritik kommt auch aus konservativen Kreisen

Nicht nur politische Gegner reagierten empört. Auch aus dem republikanischen Umfeld gab es Kritik an Trumps Aussagen.

Die Trump-kritische Organisation Republicans against Trump verbreitete den Wortwechsel zwischen dem Präsidenten und Reportern in den sozialen Medien. Das Video zeigt den Moment, in dem Trump seine inzwischen viel diskutierte Antwort auf die Frage nach den Inflationszahlen gibt.

Experten warnen vor den Folgen steigender Preise

Auch Ökonomen und Politikwissenschaftler meldeten sich zu Wort. Ben Zipperer vom Economic Policy Institute kommentierte auf Bluesky sarkastisch, die Inflation habe die Reallöhne auf das Niveau von Januar 2025 zurückgedrückt.

Der Politikwissenschaftler Stan Oklobdzija von der University of California, Riverside, forderte Journalisten auf, prominente Republikaner zu fragen, ob auch sie den Anstieg der Verbraucherpreise auf 4,2 Prozent begrüßen würden. Für zusätzlichen politischen Sprengstoff sorgte die Analystin Jessica Tarlov. Ihre Prognose auf X: "Und die Demokraten haben gerade die Midterms gewonnen."

Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.