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Annalena Baerbock: Wegen "herablassendem Verhalten" – Diplomaten treten gegen Ex-Außenministerin

Annalena Baerbock steht unter massiver Kritik. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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  • Deutschland scheitert bei der Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat
  • Internationale Diplomaten machen laut Berichten auch Annalena Baerbocks Amtszeit mitverantwortlich
  • Ein ehemaliger afrikanischer Staatschef erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ex-Außenministerin

Nach der gescheiterten Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat am Mittwoch (03.06.2026) wächst die internationale Kritik an der ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock. Portugal und Österreich konnten sich bei der Abstimmung in New York gegen Deutschland durchsetzen. Hochrangige Diplomaten aus verschiedenen Ländern machen laut "Bild" vor allem Baerbocks "feministische Außenpolitik" sowie ihr selbstgefälliges Auftreten gegenüber internationalen Partnern für das Scheitern verantwortlich. Fachleute sehen die entscheidende Phase nach der deutschen Bewerbung 2019/2020 als ausschlaggebend und damit Baerbocks Amtszeit von 2021 bis 2025.

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Nach UN-Blamage: Botswanas Ex-Präsident rechnet mit Annalena Baerbock ab

Besonders deutliche Worte kommen vom ehemaligen Präsidenten Botswanas, Mokgweetsi Masisi. Am Rande eines Gipfeltreffens afrikanischer Spitzenpolitiker in Nairobi kritisierte er die Grünen-Politikerin scharf. "Vielleicht hätte sich Frau Baerbock darauf konzentrieren sollen, ihre Arbeit in der deutschen Diplomatie zu erledigen, anstatt zu versuchen, Nigerianern vorzuschreiben, wo sie ihre Toiletten zu bauen haben, und den Afrikanern zu sagen, wie sie mit Elefanten umgehen sollen", sagte Masisi der "Bild". Der erfahrene Staatsmann sprach von einem "herablassenden und respektlosen Verhalten" Deutschlands. Mit mehr Rücksicht auf afrikanische Belange hätte Deutschland seiner Ansicht nach mehr Stimmen vom Kontinent erhalten können.

Ignorierte Einladungen sorgten für nachhaltige Verstimmung

Die Kritik aus Afrika kommt nicht überraschend. Während Baerbocks Amtszeit kam es wiederholt zu Konflikten mit Botswana und Namibia. Streitpunkte waren unter anderem die Trophäenjagd, die Zertifizierung von Diamanten sowie der Umgang mit Elefanten und Elfenbein. Besonders schwer wog offenbar, dass die Ampel-Regierung unter Kanzler Olaf Scholz Einladungen und offizielle Schreiben der afrikanischen Länder über Monate hinweg nicht beantwortete. Namibias frühere Vize-Umweltministerin Heather Sibungo beklagte sich gegenüber "Bild": "Das war nicht in Ordnung." Sie habe sich von Deutschland und Baerbock im Stich gelassen gefühlt.

Union will Baerbock vor Ausschuss zitieren

Auch innenpolitisch hat das Scheitern Konsequenzen. Die CDU/CSU-Fraktion fordert, die frühere Außenministerin vor den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages zu laden. Dort soll sie zu den Ursachen der Niederlage bei der Sicherheitsratswahl befragt werden. Deutsche Experten sehen die Verantwortung ebenfalls bei Baerbock. Hessens Minister für Internationales, Manfred Pentz, formulierte es gegenüber "Bild" unmissverständlich: "Baerbock hat es verbockt in ihrer Amtszeit als Außenministerin." Die entscheidenden Jahre nach der deutschen Bewerbung fielen in ihre Regierungszeit.

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/news.de/stg

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