Donald Trump: Demütigung kurz vor Geburtstag - hier wird Trump plötzlich ausradiert
Zwei Tage vor seinem 80. Geburtstag muss Donald Trump eine bittere Niederlage einstecken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
05.06.2026 10.21
- DonaldTrump blamiert vor Gericht
- Trumps Name verschwindet aus dem Kennedy Center
- Trump verliert Machtkampf um Kulturhaus
Sämtliche Spuren von Donald Trumps Namen müssen bis zum 12. Juni aus dem Kennedy Center verschwinden – ausgerechnet zwei Tage vor dem 80. Geburtstag des US-Präsidenten. Ein Bundesrichter hat die Umbenennung des historischen Kulturzentrums für rechtswidrig erklärt. Über die jüngste Trump-Niederlage berichtet aktuell"The Daily Beast".
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Donald Trump gedemütigt: US-Präsident wird ausKennedy Center verbannt
US-Bezirksrichter Christopher Cooper, einst von Barack Obama ernannt, urteilte vergangene Woche zugunsten einer Klage gegen die Namensänderung. Seine Begründung: Ausschließlich der Kongress besitzt die Befugnis, den Namen der Institution zu ändern. Trump hatte sich Ende vergangenen Jahres selbst zum Namensgeber des renommierten Veranstaltungshauses gemacht und war im Februar 2025 dessen Vorsitzender geworden.
Klatsche für Trump: Nur der Kongress darf den Namen ändern
Die Umbenennung geht auf eine Entscheidung des Kuratoriums zurück, das im Dezember für die offizielle Namensänderung votierte. Zu diesem Zeitpunkt saßen bereits zahlreiche Trump-Getreue im Gremium, darunter die später entlassene Justizministerin Pam Bondi, Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham sowie Stabschefin Susie Wiles.
Richter Cooper stellte in seinem Urteil unmissverständlich klar: Das Kennedy Center wurde vom Kongress ins Leben gerufen, weshalb auch nur dieser über Namensänderungen befinden darf. Die eigenmächtige Umbenennung durch das Kuratorium entbehrte damit jeder rechtlichen Grundlage. Die Klage hatte die demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty aus Ohio eingereicht, die als Ex-officio-Mitglied dem Kuratorium angehört.
Stummgeschaltet bei der Abstimmung: Kongressabgeordnete erhebt schwere Vorwürfe
Beatty erhebt schwere Vorwürfe gegen den Ablauf der Kuratoriumssitzung. "Was Sie vielleicht hören werden, ist, dass es eine einstimmige Abstimmung gab, das Kennedy Center in Trump Center umzubenennen", erklärte sie in einem auf X veröffentlichten Video. "Um das klarzustellen: Ich war bei diesem Anruf dabei, und jedes Mal, wenn ich versuchte, meinen Knopf zu drücken, um meine Bedenken zu äußern, Fragen zu stellen und sicherlich nicht dafür zu stimmen, wurde ich stummgeschaltet."
Die Kongressabgeordnete betonte, das Kennedy Center sei vom Kongress geschaffen worden. Die Umbenennung stelle einen weiteren Versuch dar, das Gesetz zu umgehen und den Bürgern kein Mitspracherecht zu gewähren.
Sämtliche Trump-Spuren müssen verschwinden
Die Anwälte des Kennedy Centers informierten die Belegschaft am Donnerstag per Memo über die Konsequenzen des Urteils. Demnach müssen Mitarbeiter "sofort E-Mail-Signaturen, Briefköpfe und andere Dokumente ändern", um wieder den ursprünglichen Namen "The John F. Kennedy Center for the Performing Arts" oder schlicht "Kennedy Center" zu verwenden.
Für das traditionsreiche Kulturhaus kommt die Gerichtsentscheidung in einer ohnehin turbulenten Phase. Trump hatte im März angekündigt, die Einrichtung für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten zu schließen – eine Entscheidung, die zahlreiche Angestellte ihren Job kosten wird. Zuvor hatten bereits viele Künstler ihre geplanten Auftritte abgesagt, während die verbliebenen Vorstellungen mit schwachen Ticketverkäufen kämpften.
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